Duisburg: Schenker, das Sahnehäubchen
zuletzt aktualisiert: 29.03.2007Duisburg (RPO). „Das ist das Sahnehäubchen für die Entwicklung auf dem Areal“, freute sich gestern Erich Staake. Grund für die gute Laune des Hafenchefs war der „erste Spatenstich“ für eine Niederlassung der Schenker Deutschland AG im Logport.
Damit ist ein weiterer „Global Player“ in dem Rheinhauser Logistikgebiet vertreten: ein ganz Großer der Branche. Schenker gehört zu DB Logistics, dem Ressort Transport und Verkehr der Deutschen Bahn AG. Der Konzern ist mit einem Umsatz von 8,9 Milliarden Euro, 42 000 Mitarbeitern und rund 1100 Standorten einer der weltweit führenden Logistik-Dienstleister. Die Schenker Deutschland AG beschäftigt allein 11 300 Menschen an mehr als 100 Standorten und macht einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro jährlich. Ein Sahnehäubchen eben.
Kleidung und HiFi aus Fernost
Im Logport will Schenker für 10,5 Millionen Euro einen Umschlagplatz für Waren des täglichen Bedarfs bauen. Lars Koch, der die Niederlassung in Duisburg leiten wird, sprach unter anderem von Kleidung und Unterhaltungselektronik, die aus Fernost über Rotterdam nach Europa kommen. Hans-Jörg Hager, Vorstandsvorsitzender der Schenker Deutschland AG rechnet mit einem Wachstum der Importe aus Fernost. Duisburg sei im Hinblick darauf „hervorragend positioniert“: Nicht nur durch seine geographische Lage, sondern auch durch die „Trimodalität“, die Logport biete: die Möglichkeit, zwischen den Transportwegen Wasser, Schiene und Straße zu wählen.
Lars Koch zieht mit 105 Mitarbeitern aus Mülheim nach Rheinhausen. Die dortige Geschäftsstelle wird aufgegeben, sie platze aus allen Nähten. Hoffnung für Rheinhausen: Es soll nicht bei den 105 „importierten“ Arbeitsplätzen bleiben. Neben dem bereits gekauften 40 000 Quadratmeter großen Grundstück gegenüber den Bliersheimer Villen (auf dem früheren Krupp-Kraftwerksgelände) hat Schenker eine Option auf weitere 25 000 Quadratmeter Land. Möglichst zügig wolle man die Niederlassung im Logport weiter ausbauen, so Lars Koch: „In der Endstufe werden wir mehr als 200 Mitarbeiter haben.“
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