Duisburg: Schnee hat die Stadt im Griff
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 21.12.2009Duisburg (RPO). Die Räumdienste waren vorbereitet und bereits seit nachts unterwegs. Doch der massive Schneefall machte es fast unmöglich, die Straßen frei zu bekommen. Andere dagegen freuten sich über die weiße Pracht.
Die Meteorologen behielten Recht. Und so blieb auch Duisburg gestern vom Wintereinbruch nicht verschont. Doch zu einem befürchteten Verkehrschaos kam es trotz der langanhaltenden und ergiebigen Schneefälle nicht.
Die Polizei meldete keine nennenswerten Vorfälle, lediglich wegen des Konzerts des Polizeichors am Nachmittag gab es Anfragen. "Besucher befürchteten, das Konzert könnte aufgrund der Witterung ausfallen", sagte ein Sprecher der Polizei.
Während die Polizei gestern trotz des massiven Schneefalls nicht übermäßig viel zu tun hatte, waren die Räumdienste im Dauereinsatz. Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Duisburg, die dafür zuständig ist, die Autobahnen 2, 3. 40, 42 und 59 frei zu halten, waren bereits seit 3 Uhr in der Nacht ohne Unterbrechung unterwegs, "Wir versuchen zumindest die Hauptfahrbahnen zu räumen", sagte ein Mitarbeiter.
Dafür wurden alle vier zur Verfügung stehenden Schneepflüge der Autobahnmeisterei eingesetzt. Doch bei so viel vielen Kilometern Autobahn konnten die Räumfahrzeuge nicht überall sein, und so verwandelten sich auch die Autobahnen zwischenzeitlich in einen weiße Winterlandschaft.
Schneepflüge im Einsatz
Auf den Straßen des Stadtgebiets versuchten die Wirtschaftsbetriebe für halbwegs gute Fahrverhältnisse zu sorgen. Auch hier waren vor allem Schneepflüge im Einsatz, denn bei den Schneemassen reichten Streufahrzeuge alleine nicht aus. Am Mittag erreichten dann kleinere Kehr- und Streufahrzeuge die Fußgängerzone auf der Königstraße. Doch schon wenig später waren die frei geräumten Fußwege wieder zugeschneit.
Der Schneefall mit heftigem Wind setzte vor allem am Vormittag selbst den Fußgängern zu. Nur vereinzelte Besucher kam am Vormittag zum Weihnachtsmarkt, erst am Nachmittag füllte sich bei nachlassendem Niederschlag die Fußgängerzone immer mehr.
Freude herrschte gestern vor allem bei den Rodlern auf dem Kaiserberg. Allerdings hielten es die meisten bei dem eisigen Wind nicht lange draußen aus. Nach ein paar Partien den Hang hinunter ging es wieder nach Hause ins Warme.
Opfer des Winterwetters wurden am Wochenende die Sportler. Nachdem bereits am Samstag das Pokalspiel der Fußballdamen vom FCR in Köln wegen der Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt worden war, fielen gestern gleich reihenweise angesetzte Fußballspiele aus.
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