Duisburg: Schöner Abend in sieben Grad kaltem Wasser
VON ANNIKA VORBERG - zuletzt aktualisiert: 07.11.2010 - 16:06Duisburg (RPO). Pünktlich um 19 Uhr fiel am Samstagabend der Startschuss zum 21. Sankt-Martin-Fackelschwimmen der DLRG Rheinhausen. Mit brennenden Fackeln und leuchtenden Laternenschiffchen bewaffnet machten sich 51 Schwimmer in Neoprenanzügen auf die 500 Meter lange Strecke.
An der Einlassstelle der Wassersportgemeinschaft Rumeln-Kaldenhausen ging es ins kalte Nass des Toeppersees – bei genau sieben Grad Wassertemperatur, wie der Vorstandsvorsitzende der DLRG Rheinhausen, Martin Flasbarth, durch sein Megafon verkündete. Diese Zahl löste ein ehrfürchtiges Raunen bei den zahlreichen Zuschauern aus, die das Spektakel vom Bootshaus aus mit verfolgten. Während die Schwimmer sich also angeführt von Sankt Martin auf den Weg zum Anleger der Wachstation machten, mussten ihre Freunde und Verwandte einen kleinen Fußmarsch durch den Wald zurücklegen.
Am Anleger versammelten sich alle wieder, um jeden einzelnen Schwimmer mit lautem Beifall zu begrüßen- und sich dann mit Gulaschsuppe, Grünkohl und Glühwein aufzuwärmen. „Früher hat uns die Strecke noch um die Insel geführt. Inzwischen haben wir Bojen aufgestellt, die den Schwimmern den Weg weisen“, erläuterte Martin Flasbarth. Mit der Teilnehmerzahl war die DLRG mehr als zufrieden: „51 Teilnehmer sind wirklich rekordverdächtig“. Allein die DLRG-Ortsgruppe Mettmann war mit 21 Schwimmern angereist.
Aber auch aus Mülheim, Tönisvorst oder Düsseldorf waren Teilnehmer zum Toeppersee gekommen. Was das Fackelschwimmen für sie so attraktiv macht, erklärten Jutta und Anja Houska aus Mettmann: „Es ist einfach eine coole Aktion, die wir so von nirgendwo anders kennen. Die Rheinhausener sind die einzigen, die so etwas veranstalten.“
Die 53-jährige Jutta war am Samstag zum ersten Mal dabei, für ihre Tochter Anja, 22, war es bereits das zweite Fackelschwimmen. Es gab aber noch wesentlich jüngere und auch einige ältere Teilnehmer. Geehrt wurden Natalie Naumann, mit neun Jahren die Jüngste, und der 62-jährige Rudolf Hermann als ältester Teilnehmer. „Viele Schwimmer sind jedes Jahr wieder mit dabei“, verriet Lisa Kirstein, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Verständlicherweise, denn die Rheinhausener DLRG hat einen wirklich schönen Abend organisiert.
Am Anleger wurde später noch die symbolische Mantelteilung durch Sankt Martin vorgenommen, außerdem prämierte eine Jury die schönste Laterne mit einem Pokal. Im Festzelt oder am Lagerfeuer konnten dann Teilnehmer und Zuschauer gemeinsam den Abend ausklingen lassen.
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