Duisburg: „Schwarz-Grün hat große Chance vertan“
zuletzt aktualisiert: 01.10.2008Duisburg (RPO). Enttäuscht zeigen sich die Hochemmericher Sozialdemokraten über den mit schwarz-grüner Mehrheit in der Bezirksvertretung Rheinhausen gefassten Beschluss, die vom Architekten Rüdiger Kaleschke entwickelte Konzeptidee zur Gestaltung des Hochemmericher Marktes nicht weiterzuverfolgen.
Stattdessen will man nun zwei neue Standorte zur Aufstellung der ehemaligen Krupp‘schen Hauptreparaturwerk prüfen lassen (wir berichteten).
SPD macht Unmut Luft
Alt-Bürgermeister Friedel Genender, AG 60 plus-Chef Julius Strott und Ortsvereinsvorsitzender Dirk Smaczny, die das Konzept seitens der SPD vorantrieben und unterstützten, machen ihrem Unmut über diese Entscheidung Luft: „Alle politischen Akteure in Rheinhausen wissen seit langem, dass für das Denkmal Krupp‘sche Hauptreparaturwerkstatt eine Lösung gefunden werden muss. Und alle fordern auch eine attraktivere Gestaltung des Marktplatzes.“ Eine konkrete Idee, die letztlich auch umsetzbar sei und den Steuerzahler nichts koste, habe jedoch bis heute außer Kaleschke in Zusammenarbeit mit der SPD niemand entwickelt.
„Nun, nachdem das Konzept ehrenamtlich erarbeitet und mit der Bürgerschaft intensiv diskutiert wurde, kommen wieder die üblichen Querschüsse und Gegenvorschläge. Wo das Geld für die Umsetzung der anderen Vorschläge herkommen soll, bleibt jedoch wieder einmal offen“, beschweren sich die SPD’ler. Letztlich werde erneut alles zerredet und der Ball wieder an die Verwaltung zurückgespielt. „Langsam dürfte auch der letzte Gutwillige von einem solch unseriösen und unverantwortlichen Umgang mit diesem Thema die Nase voll haben“, finden Genender und Strott deutliche Worte. Über die Gründe für wachsende Politikverdrossenheit müsse man sich angesichts solcher Kapriolen wahrlich keine Gedanken mehr machen.
Ortsvereinschef Dirk Smaczny glaubt, dass mit dieser Entscheidung „eine große Chance vertan wurde, den Marktplatz städtebaulich aufzuwerten und dabei gleichzeitig ein bedeutendes Denkmal für die Nachwelt zu erhalten.“
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