Duisburg: SPD fordert Unterquerung
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 27.01.2009Duisburg (RPO). Die SPD im Duisburger Süden hat sich darüber Gedanken gemacht, wie das Geld aus dem in Aussicht gestellten Konjunkturpaket II der Bundesregierung auch in den südlichen Stadtteilen sinnvoll eingesetzt werden könnte.
Süden Die Stadtteile im Duisburger Süden sollen nach Meinung der SPD vom Konjunkturpaket der Bundesregierung profitieren. Die Landtagsabgeordnete Gisela Walsken, der Oberbürgermeister-Kandidat Jürgen C. Brand sowie die Ratskandiaten aus dem Duisburger Süden stellten gestern ihre Wunschprojekte vor. Das vorgeschlagene Investitionspaket hat ein Volumen von rund 18 Millionen Euro. Insgesamt soll die Stadt Duisburg nach Aussagen von Gisela Walsken rund 70 Millionen bekommen. Hier die Wunschliste im Einzelnen:
Wanheim
Mit geschätzten 15 Millionen Euro soll der größte Anteil nach Wanheim fließen, um dort eine Unterquerung der Bahnlinie zu bauen. "Bis zu 90 Mal am Tag wird der Stadtteil durch die Schließung der vier Schranken in zwei Teile geteilt", beschrieb Ratsherr Werner von Häfen die derzeitige Situation. Und die berge gleichzeitig ein Sicherheitsrisiko, weil auch Rettungsfahrzeuge bei geschlossenen Schranken nicht in den Stadtteil kommen. Eine Unterquerung der Bahnlinie könnte Abhilfe schaffen. "Jetzt besteht die einmalige Chance, dieses Projekt anzugehen", sagte von Häfen.
Großenbaum
Die nächste größere Investition soll nach Meinung der SPD die Umgestaltung des Großenbaumer Bahnhofsvorplatzes ermöglichen, ein Projekt, das schon lange geplant wird, aber bisher immer wieder gescheitert ist. Die Pläne liegen sozusagen fertig in der Schublade. Noch vor einem Jahr hatte sich eine Planungswerkstatt mit der Umgestaltung beschäftigt. Ein Antrag, der an die Euregio gestellt werden sollte, um in ein Förderprogramm aufgenommen zu werden, sei nicht abgeschickt worden, sagte Gisela Walsken. Nun hofft die SPD darauf, für den Bahnhofsvorplatz Geld aus dem Konkunkturpaket II einsetzen zu können. Die geschätzte Summe: 2,5 Millionen Euro.
Huckingen
Vor Jahren hatten sich die Huckinger Bürger, Vereine und Kommunalpolitiker mit Planungen für ihren Stadtteil auseinandergesetzt. Zwei Jahre lang arbeiteten sie am Stadtteilentwicklungskonzept, das seitdem in der Schublade liegt. Nun hat Dietmar Eliaß es wieder hervorgeholt. Der Wunsch daraus: Die Düsseldorfer Landstraße und Mündelheimer Straße umzugestalten, Fuß- und Radwege anzulegen und den Platz vor der Deutschen Bank neu zu gestalten.
Bissingheim
250 000 Euro aus dem Konjunkturpaket könnten laut Dieter Lieske dafür verwendet werden, den Dorfplatz in Bissingheim zu einem echten Platz umzugestalten. Das hieße: weg mit den Containern für Papier und Glas und auch mit den Parkplätzen. Außerdem wünscht sich die SPD eine Sanierung des inzwischen städtischen Kindergartens am Märchenweg.
Ihre Liste will die SPD nun auf den politische Weg in Richtung Rat bringen, und zwar möglichst schnell.
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