Duisburg: Spielerischer Forscherdrang
VON JESSICA NARLOCH - zuletzt aktualisiert: 11.11.2008Duisburg (RPO). Science Lab heißt das Programm für Vier- bis Zehnjährige, das den Nachwuchs kindgerecht an die Naturwissenschaften heranführen möchte. Jetzt beschäftigten sich die Kinder mit Magneten.
Großenbaum Wenn aus einem Kompass ein „Magnetboot“ wird, und „Magnete den anderen spüren“, dann sind kleine Forscher dabei, die Welt der Naturwissenschaften zu entdecken. „Der Magnet sieht doch aus wie ’ne Burgtür“, beschreibt der fünfjährige Robert den Hufeisenmagneten, mit dem das erste Experiment beginnt. Begeistert erforschen fünf Kinder, welche Gegenstände im Pfarrzentrum St. Franziskus magnetisch sind und welche nicht. Schnell wird klar, die Kinder sind bereits jetzt voll auf Zack. „Die Heizung ist magnetisch!“ geben Luke, Max, David, Robert und Neele lautstark bekannt.
Lernen im Selbstversuch
„Die Kinder sollen hier heute im Selbstversuch herausfinden, wie Magneten funktionieren und was man mit ihnen so alles anstellen kann“, erklärt die Kursleiterin Ingrid Elberg, Diplomingenieurin, die seit über zwei Jahren das Science-Lab in Großenbaum betreut.
„Science-Lab“ ist ein Programm für Vier- bis Zehnjährige und wurde ins Leben gerufen, um den Forscherdrang von Kindern zu wecken Dabei werden sie spielerisch an Naturwissenschaften und Themen aus der Biologie, Chemie, Physik, Astronomie und Geologie herangeführt, Experimente sind altersgerecht auf die jeweiligen Gruppen abgestimmt.
Elberg betreut jeden Freitag zwei Gruppen mit fünf- und sechsjährigen Kindern. Das Experiment in dieser Woche ist der selbstgebaute Kompass. Dazu kleben die Kinder einen Stabmagneten auf ein Stück Styropor und legen es in eine Schale mit Wasser. Was dann passiert, erkennt die Forscherin Neel , die ganz alleine unter Jungen ihre Experimente durchführt, ziemlich schnell. „Die können sich spüren und drehen sich zueinander!“ „Richtig“, lobt Ingrid Elberg, „denn gleiche Pole stoßen sich ab, und Nord- und Südpol ziehen sich an.“
Auch die Eltern sind von dem Programm und den Fortschritten ihrer Kinder begeistert. Melanie Pfeiffer, Mutter des sechsjährigen Luke, füllt schon einmal das Formular für den Folgekurs aus und erzählt, dass auch andere Kinder aus dem Bekanntenkreis dazustoßen möchten. „Luke erzählt im Kindergarten nur noch vom Science-Lab. Manchmal will er gar nicht erst nach Hause, sondern direkt hierher.“
Doch nicht nur der Spaßfaktor ist groß, die Kinder lernen auch viel. „Luke hatte gerade seinen Einschulungstest, und alle waren total begeistert, wie weit er mit seinen sechs Jahren schon ist“, erzählt Melanie Pfeiffer stolz.
Doch das wichtigste bleibt, dass die Kinder Spaß am Lernen haben und eigene Lösungen und passende Antworten auf ihre Fragen finden. Und das macht selbstbewusst. Auf die Frage, wie viele Büroklammern David wohl mit seinem Stabmagneten anziehen kann, hat er gleich die passende Antwort parat: „Millionen!“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






