Duisburg: Stadt weist auf Gefahr durch Bomben hin
zuletzt aktualisiert: 28.07.2009Duisburg (RPO). Nun hat sich auch die Stadt Duisburg zur erneuten Panne um den Bau der CO-Pipeline zu Wort gemeldet. Nach den Hinweisen, dass entlang der CO-Leitung im Duisburger Süden nicht wie vorgeschrieben vor Baubeginn eine Kampfmittelsondierung durchgeführt wurde, habe die Stadt umgehend die Bezirksregierung um Aufklärung des Sachverhaltes gebeten, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Stadtdirektor Dr. Peter Greulich.
Zwischenzeitlich habe Regierungspräsident Jürgen Büssow bestätigt, dass für beide Leitungen die im jeweiligen Planfeststellungsbeschluss festgeschriebenen Prüfungen zur Kampfmittelfreiheit vor Baubeginn nicht vorgenommen worden seien. Auch nach Baubeginn seien keine Untersuchungen dazu durchgeführt und nachgewiesen worden.
Am 22.Juli hatte die Bezirksregierung in einer Pressemitteilung erklärt, dass eine Inbetriebnahme der Erdgas-Hochdruckleitung, die im Duisburger Süden parallel zur Co-Leitung verläuft, wegen des fehlenden Nachweises zur Kampfmittelfreiheit derzeit nicht in Betracht kommt. Dieser Nachweis ist für beide Leitungen zu erbringen, wenn sie in Betrieb genommen werden sollen.
"Da mittlerweile beide Leitungen fast vollständig verlegt sind, dürfte der Nachweis, dass entlang der Trasse der Leitungen keine Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg mehr im Erdreich liegen, schwierig sein", heißt es in dem Schreiben der Stadt. Nicht nur während der Bauarbeiten stellten Fliegerbomben oder Granaten eine Gefahr dar.
Es könnte auch fatale Folgen für die Sicherheit der Bevölkerung haben, wenn die Leitungen in Betrieb genommen würden und in deren Nähe bislang unentdeckte, mittlerweile mehr als 65 Jahre alte Kampfmittel lägen. Eine offizielle Stellungnahme der Unternehmen WINGAS und Bayer Material Science ist der Stadt Duisburg bislang nicht bekannt.
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