Duisburg: „Stadtfenster“ könnte 2009 fertig sein
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 16.03.2007Duisburg (RPO). .Stadtfenster“ heißt das Projekt, das jetzt am Rande der MIPIM in Cannes vorgestellt worden ist. Axel Funke, Geschäftsführer von Multi Development Germany GmbH, und Artur Grzsiek, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg, wollen gemeinsam den Neubau der Stadtbibliothek und der Volkshochschule in Duisburg realisieren.
Auf einem etwa 13 000 Quadratmeter großen Grundstück, dem Standort des ehemaligen Boecker-Hauses, an der Steinschen Gasse / Ecke Münzstraße soll das Gebäude entstehen. Multi Development tritt dabei als Projektentwickler, die Sparkasse Duisburg als Investor auf. Das Projekt ist das erste des Masterplans für die Duisburger Innenstadt, das auf den Weg gebracht werden soll.
4000 Quadratmeter Einzelhandel
Neben der VHS und der Stadtbibliothek soll das neue Gebäude das vom Rat der Stadt Duisburg beschlossene NS-Dokumentationszentrum aufnehmen. Ergänzend sind etwa 4000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche geplant.
Der architektonische Entwurf stammt von dem Büro Bolles + Wilson Freie Architekten aus Münster, die Sieger des Architektenwettbewerbs sind. Das international renommierte Architekturbüro hat bereits die Stadtbibliothek in Münster und die BEIC Milan Library in Mailand geplant.
Erstes Modell
Das erste Modell zeigt eine durchbrochen-transparente Fassade – ein richtiges „Fenster“ eben. Dabei soll die Universitätsstraße überbaut werden, so dass ein Teil des Neubaus auf die Fläche kommt, die zurzeit noch als Parkplatz genutzt wird. Früher stand dort ein Hochbunker.
Abbruch schon im Sommer?
Wenn es grünes Licht von der Politik gibt, könnten bereits im Sommer 2007 die Abbrucharbeiten am ehemaligen Boecker-Gebäude beginnen. Dann müsste auch der Knüllermarkt das Haus verlassen. Die Fertigstellung des Stadtfensters wäre dann im Frühjahr 2009 zu erwarten.
Neues Firmendomizil
Der Projektentwickler Multi Development ist wie berichtet seit Anfang des Jahres im Tectrum in Neudorf angesiedelt. Neben dem Forum und dem „Stadtfenster“ plant das Unternehmen auch ein neues Firmendomizil an der Mercatorstraße, das auch im Masterplan bereits vorgesehen ist.
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