Duisburg: Stadtmauer wird Zug um Zug saniert
zuletzt aktualisiert: 26.07.2008Duisburg (RPO). Ein Zuwendungsbescheid über 100 000 Euro ist soeben auf dem Schreibtisch von Oberbürgermeister Adolf Sauerland gelandet. Mit diesen Mitteln aus dem Denkmalförderprogramm des Landes sollen die ersten Sanierungsmaßnahmen an der historischen Stadtmauer durchgeführt werden. Sie ist eines der besterforschten mittelalterlichen Mauerwerke im deutschen Sprachraum.
Leider ist nicht nur im Zweiten Weltkrieg der größte Teil der ursprünglich 2,5 Kilometer langen Stadtmauer, die einst die komplette Altstadt umschloss, zerstört worden, sondern auch danach. Übrig geblieben sind verschiedene Einzelabschnitte mit einer Gesamtlänge von 670 Metern. Der größte zusammenhängende Teil befindet sich am Innenhafen zwischen Corputiusplatz und Springwall. Der sprichwörtliche Zahn der Zeit hat allen Objekten mächtig zugesetzt. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurde die Stadt gerade in den zurückliegenden Jahren gezwungen, an einigen Mauerabschnitten immer wieder Reparaturen durchführen.
Die Gesamtkosten der jetzt auf fünf Jahre angelegten Sanierungsmaßnahme belaufen sich auf 955 000 Euro. Die Hälfte der Sanierungskosten werden vom Land übernommen. Mit den jetzt bewilligten 100 000 Euro wird die Hälfte der Kosten für den ersten Bauabschnitt, der die Bereiche der Stadtmauer am Kuhlenwall, an der Obermauerstraße und an der Josef-Kiefer-Straße umfasst, gedeckt.
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