Duisburg: Staufalle Duisburg
VON CHRISTIAN SCHWERDTFEGER - zuletzt aktualisiert: 30.10.2009 - 09:37Duisburger Autofahrer brauchen gute Nerven. Im ganzen Stadtgebiet bilden sich zu den Stoßzeiten lange Staus. Besonders betroffen ist die A59. Oft sind aber nicht nur Baustellen an dem Verkehrschaos schuld. Auch falsch geschaltete Ampelanlagen tragen zum Erliegen des Verkehrs bei.
18.32 Uhr. Autobahnkreuz Duisburg-Nord. Nichts geht mehr. Der Verkehr liegt lahm. Autos stehen dicht an dicht. Rückstau bis auf die A 40. Nur im Schneckentempo geht es voran. Wer da durch will, braucht gute Nerven - und vor allem viel Zeit. Zudem droht dort erhöhte Unfallgefahr. In den vergangenen Jahren ist es dort immer wieder zu schweren Unfällen gekommen, auch zu tödlichen.
"Die Situation muss dort entschärft werden. Die Kurve muss übersichtlicher und einsehbarer werden", fordert Stauforscher Professor Dr. Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen. Auch für ihn steht fest, dass die A 59, also die Stadtautobahn, der Hauptgrund für fast das gesamte innerstädtische Verkehrschaos ist.
Aber nicht nur das Autobahnkreuz Duisburg-Nord und die A 59 ist vom täglichen Verkehrsinfarkt betroffen: in ganz Duisburg herrscht nicht nur zu den Stoßzeiten Stau-Alarm-Stufe eins.
Von Norden bis Süden, von Osten bis Westen stehen morgens und abends Autos Stoßstange an Stoßstange. Ob auf der A 40, am Kreuz Kaiserberg, in Hochfeld, Rheinhausen oder in Ruhrort - der Duisburger Staufalle entkommt keiner. Und nicht immer sind die Baustellen am Chaos schuld. Beispiel A59: Dort ist zurzeit die Abfahrt Ruhrort wegen Bauarbeiten gesperrt, die Fahrbahn teilweise einspurig. Folge: Riesen-Stau. Wird dort nicht gebaut, steht man aber dort trotzdem meist im Stau. Folge des erhöhten Verkehrsaufkommens in den vergangenen Jahren, aber auch einer verfehlten Verkehrspolitik!
Oft sind die Probleme auch hausgemacht, besonders im innerstädtischen Bereich.Nicht selten sind es schlecht geschaltete Ampelanlagen, die den Autofahrer vor Wut ins Lenkrad beißen lassen. Mal ist die Grün-Phase viel zu kurz insbesondere für Linksabbieger. Dann sind Ampeln nicht aufeinander abgestimmt (oder es hat zumindest den Anschein), „Grüne Wellen” kommen so nicht zustande, der Verkehr kann nicht abfließen. Folge: Stau. Wer kann, sollte sein Auto in Duisburg besser stehen lassen. Aber bloß nicht auf den Bus umsteigen, Denn der steht auch immer im Stau.
Ab Donnerstag, 29.Oktober, verschärft sich die Verkehrslage in Duisburg zusätzlich. Grund: Straßen NRW (Regionalniederlassung Ruhr) hat mit Pflegearbeiten, dem Rückschnitt der Mittelstreifen- und Trennstreifenbepflanzung begonnen. Betroffen sind die Autobahnen 2, 3, 40, 42 und 59. (siehe Info-Kasten).
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Hier drohen Staus wegen Bauarbeiten
A 42 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Baerl und Bottrop-Süd. Termin: Ab Donnerstag, 29. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober, jeweils von 7 bis 20 Uhr. Streckenlänge 19,9 Kilomter.
A 59 von der Anschlussstelle Dinslaken-West bis zum Autobahnkreuz Duzisburg-Süd. Termin: Samstag, 31. Oktober, und Sonntag, 1. November, jeweils von 7 bis 20 Uhr. Streckenlänge 23,2 Kilometer.
A 2 vom Autobahnkreuz Oberhausen bis zur Anschlussstelle Oberhausen-Königshardt. Termin: Montag, 2. November, von 7 bis 15 Uhr. Streckenlänge 3,1 Kilometer.
A 3 Auf zwei Kilometer zwischen Kreuz Breitscheid und Duisburg-Wedau verbessern die Straßenbauer die Griffigkeit der Fahrbahn. Von Freitag, 30. Oktober, ab 20 Uhr bis Montag, 2. November, 5 Uhr wird in Richtung Oberhausen auf dem rechten Fahrstreifen gearbeitet. Gleiche Arbeiten werden dort an den drei darif folgenden Wochenenden durchgeführt.
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