Duisburg: Staunen über "stille Schönheit"
VON INGO HODDICK - zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 - 09:49Duisburg (RPO). Stumm und staunend zog eine beachtliche Anzahl Besucher des neu eröffneten, privaten Museums DKM an der Güntherstraße 13-15 in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs durch die mehr als 50 weißen Räume auf über 2600 Quadratmetern.
"Die Leute sind sehr beeindruckt von dem, was sie nicht erwartet hatten", berichteten die Sammler Dirk Krämer und Klaus Maas gegenüber unserer Zeitung mit zufriedenem Schmunzeln.
Denn die 34 Künstlerräume, 15 Themensensembles, fünf Dialogsituationen und drei Skulpturenhöfe bieten nicht nur angenehme Museumsarchitektur auf einem ehemaligen Industriegrundstück der 60er Jahre. Sondern auch die mehr als 700 Werke überraschen positiv: Neben internationaler Kunst der Gegenwart sind zum Beispiel auch Reisefotografien aus dem 19. Jahrhundert, Paravents aus der japanischen Edo-Periode, buddhistische Skulpturen aus Gandhâra und epochenübergreifendes Kunstgewerbe zu sehen.
Und das in einer gelungenen Mischung aus sachlicher Präsentation und gelassener Kontemplation. Was dabei so verblüfft, sind zwei Dinge. Zum einen, dass der Titel der ersten Ausstellung "Linien stiller Schönheit" voll und ganz zutrifft. Selbst Pressglas oder Industriefotografie kann eben schön sein. Zum anderen ist hier nicht nur Kunst zu sehen, die sich autonom im modernen Sinne versteht, als auch solche, die funktional oder religiös gebunden war.
Die Ausstellungsstücke sind noch nicht beschriftet. Man kann sich aber anhand eines Übersichts-Zettels orientieren oder gleich den umfangreichen Katalog (35 Euor) konsultieren. Die zehn Euro (ermäßigt fünf Euro) Eintritt sind jedenfalls gut angelegt Geöffnet freitags bis montags, von 12 bis 18 Uhr.
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