Duisburg: Stefan Ricken nimmt Abschied und plant weiter
zuletzt aktualisiert: 04.11.2009Duisburg (RPO). Homberg (szf) Stefan Ricken geht. Allerdings nicht so ganz und auch nur kurz: Nach 16 Jahren im Pfarrgemeinderat in St. Johannes, zwölf Jahren als Vorsitzender, nimmt er dort seinen Hut, um sich auf seine Weihe zum ständigen Diakon vorzubereiten.
Seit 2007 ist Ricken in der Ausbildung zu diesem geistlichen Ehrenamt. Im Juni 2008 erhielt er die "Admissio", die Zulassung zur Weihe zum Diakon im November 2010. Davor stehen noch theologisches Studium und eine letzte Prüfung an. Danach will Ricken dem Pfarrgemeinderat wieder angehören – den Vorsitz schließt eine Stellung als Diakon aber aus.
Weiter für die Gemeinde
Ein Diakon assistiert dem Priester beim Gottesdienst, liest das Evangelium vor und kann die Predigt halten. Er tauft Kinder, hilft bei Trauungen oder leitet Gottesdienste und Beerdigungen.
Pfarrer Thomas Großeit von St. Johannes stellte fest, Stefan Ricken habe "die Gabe, Menschen für St. Johannes einzunehmen". Er habe sich "weit über das Maß" mit seiner Freizeit engagiert. Als Diakon werde er "in einer anderen Rolle seine Arbeit für die Gemeinde weiter leisten".
Bis heute habe er die Gemeinde entscheidend mitgeprägt. Ricken begleitete im Pfarrgemeinderat den Pfarrerwechsel im Jahr 2000, die Planungen für den Bau des neuen Pfarrheims und das große Jubiläum zum 150. Geburtstag der Gemeinde in diesem Jahr. Beruflich ist er im Fachbereich Gemeindecaritas des Caritasverbandes Duisburg tätig.
Wahlen am Wochenende
Am Wochenende, 7. und 8. November, sind in allen katholischen Kirchengemeinden in Nordrhein-Westfalen die Wahlen zum Pfarrgemeinderat und zum Kirchenvorstand. Der Pfarrgemeinderat ist als "Gemeindeparlament" für seelsorgliche und pastorale Belange zuständig, ist ein Motor im Gemeindeleben und bündelt unterschiedliche Interessen. Gleichzeitig berät er den Pfarrer und hauptamtlichen Mitarbeiter. Der Kirchenvorstand hat die finanzielle und personelle Hoheit, verwaltet Gebäude, Institutionen, Kirchen und Immobilien.
Im Duisburger Westen sind an die 20 000 Katholiken aufgefordert, ihre Vertreter am Wochenende zu bestimmen.
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