Duisburg: Streit endete mit Oberschenkelschuss
zuletzt aktualisiert: 25.10.2007Duisburg (RPO). Mit einem Oberschenkeldurchschuss musste gestern Nachmittag gegen 17 Uhr ein 25-jähriger türkischer Autoverkäufer aus Meiderich ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem ein Streit um die Zahlung eines gekauften Fahrzeugs eskaliert war.
Der 25-Jährige hatte seinem Kunden, einem Landsmann des Autoverkäufers, vor zwei Wochen einen Wagen verkauft. Im Nachhinein fand der Käufer allerdings, er habe viel zu viel für das Auto gezahlt, nachdem er mit dem Vorbesitzer des Wagens gesprochen hatte. Er verlangte daher telefonisch 6000 Euro vom Kaufpreis zurück. Als sich der Verkäufer weigerte, schickte der Käufer einen Bekannten, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Der Bekannte erschien gestern Nachmittag an dem Autohaus an der Neumühler Straße und stellte den Verkäufer zur Rede. Dreimal drückte er mit einer Handfeuerwaffe ab, aber nur einmal löste sich ein Schuss. Der 25-jährige Autoverkäufer zog sich einen Oberschenkeldurchschuss zu und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die Verletzung sei schwer, aber nicht lebensgefährlich, erklärte ein Polizeisprecher gestern Abend. Der Schütze flüchtete mit seiner Waffe in unbekannte Richtung. Die Nahbereichsfahndung der Polizei blieb erfolglos. Auch die Identität des Schützen war zunächst nicht bekannt. Es soll sich um einen etwa 20 bis 30 Jahre alten Mann handeln, vermutlich ebenfalls ein Türke. Er trug eine dunkle Hose und eine dunklen Mantel. Die Polizei bittet darum, im Verdachtsfall die nächste Wache zu verständigen und den Mann, der seine Waffe vermutlich noch bei sich trägt, nicht anzusprechen.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0203 / 280-0 entgegen.
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