Duisburg: Streit um die Love-Parade
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 05.02.2010 - 10:50Duisburg (RPO). Die SPD-Fraktion rückt von ihrem uneingeschränkten Ja zur Love-Parade ab. Oberbürgermeister Sauerland ist über Schlingerkurs verärgert. Um Die Love-Parade zu retten, ist ein Spendenaufruf gestartet worden.
Oberbürgermeister Sauerland forderte am Donnerstag die SPD auf, in Sachen "Love-Parade" klar Position zu beziehen. Wenig später erklärte die SPD-Ratsfraktion, sie habe bei ihrer Sitzung am Mittwochabend den einstimmigen Beschluss gefasst, dass die Veranstaltung nur dann stattfinden dürfe, wenn sie nicht aus städtischen Mitteln bezahlt werde. Dazu zählen die Sozialdemokraten ausdrücklich auch Geld- und Sachmittel, die die städtischen Beteiligungsgesellschaften beisteuerten. Die Veranstaltung "ist sicherlich ein beeindruckendes Erlebnis, aber für die Duisburger Bürgerschaft nicht bezahlbar. Hier müssen private Sponsoren einspringen", so Fraktionschef Herbert Mettler. Er forderte, dass Sauerland richtige Zahlen (bzgl. der Kosten) auf den Tisch legt, weil er offensichtlich bezweifelt, dass der in der Ratssitzung genannte Betrag von 840 000 Euro korrekt ist.
OB Sauerland verlangte von der SPD gestern, einen klaren Kurs. Er mutmaßte, dass der stellvertretende Fraktionschef Jürgen C. Brand mit Falschinformationen versuche, Stimmung gegen die Veranstaltung zu machen. "Auch die SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft stiftet mit ihrem Schlingerkurs Verwirrung." Sie habe sich erst für die Love-Parade ausgesprochen, fordere zunächst, dass das Land Duisburg unbürokratisch unterstützen solle. Und "dann soll das Land Sponsoren besorgen. Eine klare Linie sieht für mich anders aus", so Sauerland.
Unterdessen startete die DMG gestern die Spendenaktion "Lift Up – Werd' Partylifter für den Rave".
Wer für die Love-Parade spenden will, kann das auf dem Konto von Duisburg Marketing, Kontonummer 212 999 999, Blz 35050000 bei der Sparkasse Duisburg.
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