Duisburg: Strom wird wieder teurer
VON PETER KORTE - zuletzt aktualisiert: 18.12.2009Duisburg (RPO). Die Stadtwerke garantieren aber, dass das die einzige Strompreiserhöhung im kommenden Jahr sein wird. Bei der ökologischen Ausrichtung der Stromerzeugung steht Duisburg gut da im Bundesdurchschnitt.
Zahlreiche Anbieter erhöhen zum 1. Januar ihre Strompreise, und da machen einmal mehr auch die Duisburger Stadtwerke keine Ausnahme. Der Preis steigt um 3,6 Prozent, was für einen Vier-Personen-Haushalt mit 3500 Kilowattstunden-Verbrauch 32 Euro für ein Jahr ausmacht. Helmut Schoofs von den Stadtwerken gestern: "Damit ist dann aber auch eine Preisgarantie für 2010 verbunden: Im kommenden Jahr wird es keine weiteren Preiserhöhungen beim Strom geben."
Laut seiner Aussage haben die Stadtwerke sowieso nichts von dieser Strompreiserhöhung, im Gegenteil: Wegen einer Gesetzesänderung (Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien) verteuert sich der Strom um 1,11 Cent pro Kilowattstunde. Diese Verteuerung wird nicht ganz, sondern um 0,9 Cent pro Kilowattstunde weitergegeben, was die Preiserhöhung von 3,6 Prozent ausmacht.
Gaspreis bleibt stabil
Wohl dem, der mit Gas heizt und vielleicht sogar kocht. Die Stadtwerke haben die Gaspreise seit über einem Jahr nicht angehoben, vielmehr in diesem Jahr dreimal gesenkt. Und sie werden auch nicht zum 1. Januar 2010 klettern.
17 000 Fixpreis-Verträge
Wohl dem, der mit den Stadtwerken Fixpreise ausgemacht hat, deren Verträge über den 1. Januar hinaus laufen. An diesen Kunden schrammt die Erhöhung erst einmal vorbei. Allerdings arbeiten die Stadtwerke bei diesen Festpreisen nicht wie manch andere Anbieter, die bei Preissenkungen diese auch an die Fixpreis-Kunden weitergeben.
Helmut Schoofs: "Dann wäre das ja kein Festpreisprodukt mehr." Von den 265.000 Verträgen der Stadtwerke laufen 17.000 mit Fixpreisen. Dass die Stadtwerke Duisburg nicht zu den billigsten Anbietern zählen, dafür hat Schoofs mehrere Argumente zur Hand. Preiswerter seien vor allem, sagt er, online-Anbieter. Die hätten dann aber auch keinen Kundenservice und keinen Ansprechpartner vor Ort. Weiter verweist er auf "soziales Engagement" der Stadtwerke und darauf, dass Gewinne in Duisburg selbst auch wieder verwendet würden. Eine Studie habe ergeben, dass von einem Euro Gewinn 80 Prozent wieder in Stadt und Region zurückfließen würden.
Gekauft wird der Strom, der an die Duisburger Haushalte geliefert wird, bei der Börse. Hinzu kommt die Eigenerzeugung. Wert legt Helmut Schoofs auf die ökologische Ausrichtung, bei der Duisburg über dem Durchschnitt liege. Nur 9,2 Prozent des Stroms komme aus Atommeilern, 20,9 Prozent sei der Anteil aus der regenerativen Energieerzeugung, 69,9 Prozent werden aus fossilen Brennstoffen erzeugt. Der Bundesdurchschnitt liege analog bei 25,4, 15,8 und 58,8 Prozent. Während wiederum im Bundesdurchschnitt die CO2-Emission pro erzeugter Kilowattstunde bei 505 Gramm liegt, werden bei dem für Duisburg erzeugten Strom "nur" 320 Gramm in die Umwelt entlassen.
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