Niederrhein: Strompreise steigen
zuletzt aktualisiert: 16.11.2009 - 10:55Im nächsten Jahr steigen am Niederrhein in vielen Gemeinden, Kommunen und Städten die Strompreise. Ob in Moers oder Duisburg - die Kunden müssen ab 2010 für ihren Strom meist tiefer in die Tache greifen.
Duisburg Höhere Abgaben durch das Erneuerbare Energien Gesetz führen die Duisburger Stadtwerke als Grund dafür an, dass ab Januar der Strom in Duisburg teurer wird. Die Neuregelung des gesetzlichen Umlageverfahrens zur Förderung erneuerbarer Energien zum 1. Januar habe zur Folge, dass sich der staatliche Anteil aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) am Strompreis um 0,937 Cent je Kilowattstunde erhöht.
Johannes Gösling, Leiter Vertrieb bei den Stadtwerken: "Obwohl dieser Entwicklung Preisvorteile bei der Strombeschaffung gegenüber stehen, konnten wir die Mehrkosten aus der gesetzlichen Neuregelung in Höhe von brutto 1,11 Cent je Kilowattstunde nicht komplett kompensieren.
Dies bedeutet, dass der Preis für eine Kilowattstunde Strom zum 1. Januar von 21,91 Cent um 0,9 Cent auf 22,81 Cent steigt." Bei unverändertem Grundpreis und einer Garantie für den neuen Arbeitspreis bis zum 31. Dezember 2010, schlage die Erhöhung des staatlichen Anteils am Strompreis bei einem Jahresverbrauch von 3 500 Kilowattstunde mit rund 32 Euro im Jahr zu Buche.
Moers Auch die Enni muss die Strompreise erhöhen. Um unabhängiger von den Energielieferanten zu werden, baut das Versorgungsunternehmen gemeinsam mit den Stadtwerken Dinslaken in Moers ein Biomasse-Kraftwerk.
Rund sechs Euro pro Monat wird ein Durchschnittshaushalt in Moers und Neukirchen-Vluyn im nächsten Jahr mehr für Strom bezahlen müssen. Das Versorgungsunternehmen Enni kündigte gestern eine Presierhöhung um netto 1,38 Cent pro Kilowattstunde an.
Grund seien die steigenden Strompreise bei den Energierzeugern, von den Enni abhängig ist, sowie der stetig steigende Staatsanteil an den Stromkosten. Zumindest die Abhängigkeit von den Energiekonzernen will Enni nun weiter mildern. In Moers wird in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Dinslaken ein Biomasse-Kraftwerk gebaut werden.
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