Duisburg: Stryker: Erfolg mit Wir-Gefühl
zuletzt aktualisiert: 30.03.2007Duisburg (RPO). „Sie gehören zu den besten Arbeitgebern Deutschlands.“ Solch Lob aus dem Mund von Wolfgang Clement – das geht runter wie Öl. Das Kompliment machte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und NRW-Ministerpräsident dem Führungsteam von Stryker.
Das im Businesspark Asterlagen ansässige Medizintechnikunternehmen hat beim bundesweiten Unternehmensvergleich „Top Job“ den ersten Platz in der Kategorie „Motivation und Dynamik“ gewonnen. Für Clement, Mentor des von der Universität St. Gallen betreuten Wettbewerbs, Anlass für einen Besuch in Asterlagen.
Ein offener Umgang miteinander, regelmäßige Gesprächsrunden, Befragungen von Mitarbeitern, aber auch Lohnanreize und besondere Angebote für die Altersvorsorge – dies und einiges mehr zeichnet die Personalpolitik des Unternehmens aus und führe zu dem, was Geschäftsführer David Hallyday „Stryker-Gefühl“ nannte. Auch gemeinsame Feiern gehören dazu. „Wir feiern gerne Erfolge“, sagte Hallyday. Und Erfolge kann Stryker vorweisen. Seit 20 Jahren werde das Ziel „20 Prozent Wachstum“ angepeilt und dank der engagierten Mitarbeiter stets erfüllt. Für diesen Jahr wird im deutschsprachigen Raum ein Umsatz von 150 Millionen Euro angestrebt.
Vor fünf Jahren hat Stryker seine Deutschlandzentrale von Mülheim nach Asterlagen verlagert. Im Businesspark werden 110 Mitarbeiter beschäftigt, weitere 240 Außendienstmitarbeiter werden von dort aus betreut. Allein in den letzten zwölf Monaten wurden in Asterlagen 70 Personen eingestellt, 20 Mitarbeiter werden derzeit noch gesucht. Klar, dass die Stadt solche Unternehmen gerne in ihren Grenzen sieht. „Wenn Sie Gesprächsbedarf haben: Wir sind immer für Sie da“, versprach Bürgermeister Benno Lensdorf, der Stryker als Beispiel für den Strukturwandel in Duisburg lobte.
Von Asterlagen aus versorgt Stryker 2200 orthopädische Kliniken und Arztpraxen im deutschsprachigen Raum. Die hochwertigen Implantate (z.B. künstliche Kniegelenke) inklusive des kompletten Operationszubehörs werden an fünf Standorten in Deutschland und in der Schweiz hergestellt.
Seit 1992 arbeitet Stryker auch an der Verbesserung von Operationssälen. An der Decke montierte Apparate, Flachbildschirme statt üppiger Röhrenmonitore, all das schafft Bewegungsfreiheit und spart Zeit beim Auf- und Abbau. Die Systeme werden durch den Operateur „sprachgesteuert“. Das I-Tüpfelchen ist eine Kamera, die ein Bild des Eingriffs ins Chefzimmer überträgt. So muss der Professor nicht eigens herbei gerufen werden, sondern kann, wenn nötig, vom Schreibtisch aus einen Rat geben.
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