Duisburg: Süße Fossa-Babys auf Erkundungstour
zuletzt aktualisiert: 25.02.2011 - 16:39Dem Duisburger Zoo ist wieder ein großer Zuchterfolg gelungen: Die seltenen Fossa haben Nachwuchs bekommen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase präsentierten sie sich jetzt erstmals den Besuchern.
Der Zoo Duisburg ist berühmt für seine Haltung und Zuchterfolge der Fossa, des größten Raubtiers auf Madagaskar. Seit der deutschen Erstzucht am Kaiserberg vor 31 Jahren hat es kein anderer Zoo geschafft, diese Art in Menschenobhut regelmäßig zu züchten. Um so stolzer ist das Team am Kaiserberg nun über die erst wenige Wochen alten Fossa-Jungen, die es gestern erstmals der Öffentlichkeit präsentierte.
Wie die vierköpfige Rasselbande die Zoobesucher in ihren Bann ziehen kann, das haben sie schon jetzt raus. Einem mit Kameldung gefüllten Plastiksack, der von einem Baumstamm baumelt, wird kurzerhand der Prozess gemacht. Nach nur wenigen Minuten hängt der Sack in Fetzen gerissen vom Baum. Die Kleinen sind eben schon jetzt richtige Raubkatzen und keine Kuscheltiere.
Fossa
Gegenwärtig leben weltweit nur etwa 120 Fossa-Exemplare in rund 50 Institutionen. In Europa kamen im vergangenen Jahr Jungtiere erneut ausschließlich am Kaiserberg auf die Welt. Auf Madagaskar, ihrer Heimat, ist die Fossa zusehens seltener in freier Natur zu beobachten.
Die Fossa sind von der Größe her dem Fuchs sehr ähnlich. Ihr Fell ist einfarbig rostrot und dabei sehr kurz. Das Raubtier sieht aus wie eine Mischung aus Schleichkatze und Echter Katze. Die eleganten Jäger sind eigentlich Einzelgänger, doch zur Paarungszeit zwischen März und Mai zieht es sie zum anderen Geschlecht.
Damit auch tatsächlich Nachwuchs gezeugt wird, behandeln sie die Pfleger während dieser Zeit mit besonders viel Fingerspitzengefühl.
Wenn es dann wie in diesem Fall endlich geklappt hat mit dem Nachwuchs, kümmern sich die Weibchen um die Aufzucht der Jungtiere.
Deren Entwicklung verläuft recht langsam, so dass die Fossa-Mutter allerhand Arbeit mit ihren Sprösslingen hat. Für die Aufzucht ist sehr viel Ruhe vonnöten, weshalb der Zoo Duisburg im hinteren Bereich der insgesamt 1300 Quadratmeter großen Anlage zahlreiche Verstecke eingerichtet hat.
Die vier Jungtiere – zwei Männchen und zwei Weibchen – sind erst vor wenigen Tagen zusammen mit Mama Mantadia in eine der Schauanlagen des Zoo Duisburg eingezogen und sind von den neuen Gerüchen und den neugierigen Besuchern an den großen Sichtscheiben schwer beeindruckt.
Bald könnte es in der Anlage ein paar neue Spielgefährten geben: Die Pfleger werden in den kommenden Wochen ihre Schützlinge erneut verpaaren.
Der Zoo Duisburg leistet nicht nur bei der Erhaltungszucht wertvolle Arbeit, er finanziert mit Mitteln aus dem vor Jahren gegründeten Fossa-Fonds Artenschutzprojekte auf Madagaskar. Mit dem Zoo der Hauptstadt Antananarivo besteht eine fruchtbare Kooperation. Hier sind freilebende F
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