Duisburg: Süßes aus der Bauernküche
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 29.11.2008Duisburg (RPO). Adventszeit ist Plätzchenzeit. An den vier Adventswochenenden stellen Duisburger ihre Rezepte zum Nachbacken vor. Den Auftakt macht Kerstin Schaumlöffel, Inhaberin des Bauerncafés in Mündelheim.
Mündelheim Im Bauerncafé von Kerstin Schaumlöffel auf dem Ellerhof in Mündelheim ist alles bereit für den ersten Adventskaffee. Rote Weihnachtssterne schmücken die Tische, an den Wänden hängen weihnachtliche Holzarbeiten von Anja Puy-Michel aus Buchholz und auch Stücke aus dem Laden von Renate Schmitz stehen und hängen im Bauerncafé zum Kauf bereit. „Mit den jahreszeitlichen Dekorationen der beiden Frauen kann ich das Café schmücken und gleichzeitig noch etwas verkaufen“, sagt Hausherrin Kerstin Schaumlöffel. Doch zum echten Adventskaffee gehört nicht nur Schmuck, sondern auch selbstgebackene Plätzchen.
Seit mehr als 20 Jahren steht Kerstin Schaumlöffel jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit in der Küche, knetet, rollt Teig aus und sticht mit Förmchen die Plätzchen aus. Auch den Fleischwolf holt sie für die Weihnachtsbäckerei stets aus dem Schrank – für das hausgemachte Spritzgebäck. „Den Fleischwolf habe ich von meiner Schwiegermutter geerbt. Es ist stets eine schöne Erinnerung an sie, wenn ich damit arbeite“, sagt Kerstin Schaumlöffel. Geleeplätzchen, Berliner Brot, Florentiner und Heidesand stehen zusätzlich auf dem weihnachtlichen Backzettel.
Bis zum Fest wird Kerstin Schaulöffel rund 150 Kilogramm Plätzchen gebacken haben. Die sind selbstverständlich nicht allein für den Hausgebrauch bestimmt, sie werden hauptsächlich im Bauerncafé am Rheinfeldsweg verkauft. Dort liegen die hübsch verpackten Beutelchen gleich neben der Kuchentheke, hinter der sich die köstlichen Torten von Kerstin Schaumlöffel verbergen. Und wer gleich im Café eines der Plätzchen probieren möchte, bekommt sie zum Glühwein serviert.
Seit St. Martin sind Berliner Brot und Co nun im Angebot. Und nicht nur die Café-Gäste wissen die süßen Köstlichkeiten, die stets nur mit Butter gebackenen werden, zu schätzen, sondern auch Ehemann Jürgen Schaumlöffel. Die Frühstückspause nutzen der Landwirt und seine Mitarbeiter gerne zum Plätzchenschmaus. Denn alle Backwaren, die nicht ganz so perfekt geraten sind, werden im Familienkreis verzehrt.
Bis einschließlich 21. November können die Kunden im Bauern-Café noch das Weihnachtsgebäck erwerben. Danach sind Betriebsferien bis zum 11. Februar. „Auch ein Landwirt braucht mal Urlaub. Wir haben das ganze Jahr durchgearbeitet. Anfang des Jahres gönnen wir uns dann drei Wochen Ferien“, sagt Kerstin Schaumlöffel. Weihnachten jedoch wird noch zu Hause gefeiert. Wohl auch mit dem ein oder anderen Plätzchen aus der eigenen Herstellung.
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