Duisburg: Suizid in der JVA
zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 14:52In der Justizvollzugsanstalt Hamborn, Zweigstelle Duisburg-Mitte, hat sich am Freitagabend ein Häftling das Leben genommen. Das teilte die Leiterin, Angelika Syrnik, am Montag mit.
Der Tote, ein 39-jähriger Deutsch-Russe, war erst wenige Tage vor seinem Suizid in die JVA gekommen. Er hat sich am späten Freitagabend in Anwesenheit von zwei Mitgefangenen in einem Gemeinschaftsraum mit einer Rasierklinge den Hals aufgeschnitten. Die Ärzte konnten gegen 22 Uhr nur noch den Tod des Mannes, der wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz in Untersuchungshaft war, feststellen.
"Die beiden Mitgefangenen haben direkt neben ihm Fernsehen geguckt, als er sich das Leben genommen hat", erklärt Alneglika Syrnik, Leiterin der JVA Hamborn. Von dem Suizid haben sie aber wohl nichts mitbekommen."Der hat das offenbar sehr geschickt gemacht", vermutet die Gefängsnisleiterin. Erst als es zu spät war, hätten die beiden Mitinsassen Alarm geschlagen. Dennoch bleibt es rätselhaft, wieso die beiden Mitgefangenen nichts bemerkten.
Wieso sich der 39-Jährige das Leben nahm, ist unklar. Offenbar haben Drogen eine Rolle gespielt. Der Mann habe im Vorfeld bereits als Selbstmordkandidat gegolten. "Neuankömmlinge sind immer gefährdet. Deswegen haben wir ihn auch in einer Gruppe untergebracht", sagt Syrnik. Es war in diesem Jahr das erste Selbstmord-Opfer in der JVA Hamborn.
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