kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Loveparade Trauer Panorama ddp
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

Protokoll: Tag eins nach der Loveparade-Tragödie

VON ROSA MOYA UND JUDITH CONRADY - zuletzt aktualisiert: 25.07.2010 - 20:20

Protokoll (RPO). Ein Tag nach der Massenpanik auf der Loveparade steht Duisburg unter Schock. 19 Menschen sind auf der Raver-Party ums Leben gekommen, mehr als 340 Menschen wurden teils schwer verletzt. Wir berichten aktuell über die Ereignisse.

20.15 Uhr: Im Gespräch mit unserer Redaktion dementiert Oberbürgermeister Sauerland Gerüchte, er werde noch heute zurücktreten. Der CDU-Politiker erklärt, er bleibe im Amt.

19.36 Uhr: NRW-Innenminister Ralf Jäger hat für alle öffentlichen Gebäude bis auf weiteres Trauerbeflaggung angeordnet.

19.15 Uhr: Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat den Unglücksort besucht und wurde von den Menschen, die sich dort versammelt hatten, ausgebuht.

18.40 Uhr: In unserem Kondolenzbuch haben bereits zahlreiche Leser ihrer Trauer Ausdruck verliehen. "Unsere Tochter lief eine Stunde zuvor durch diesen Tunnel. Wir hatten Glück, unsere Tochter kam gesund heim", schreibt ein Leser. Hier gelangen Sie zum Kondolenzbuch. 

18.26 Uhr: Die Duisburger Polizei hat eine Hotline für Menschen eingerichtet, die nach den dramatischen Ereignissen eine persönliche Betreuung brauchen. Die Telefonnummer lautet 0201 82 98 091, die Mailadresse betreuungsangebot.loveparade@polizei.nrw.de. Hilfesuchende können sich rund um die Uhr melden.

18.17 Uhr: Noch immer ist nicht vollständig geklärt, wie sich das Unglück abspielte. Hier die Fakten, soweit sie sich rekonstruieren lassen. 

17.23 Uhr: Inzwischen sind alle Opfer identifiziert. Es handelt sich um elf Frauen und acht Männer. Elf Opfer sind Deutsche. Acht weitere Getötete stammen aus Australien, den Niederlanden, China, Italien, Bosnien-Herzegowina und Spanien. Die deutschen Opfer kommen aus Gelsenkirchen, Münster, Castrop-Rauxel, Bad Oeynhausen, Bielefeld, Mainz, Lünen, Hamm, Bremen, Steinfurt und Osnabrück.  Auch zwei Düsseldorfer sind darunter: Eine 38-jährige aus China stammende Frau und ein ebenfalls 38-jähriger Mann, der in Pempelfort lebte.

17.13 Uhr: Am Unglücksort sind 24 Stunden nach dem Unglück noch immer viele Spuren der Rettungsarbeiten zu sehen. Sie erinnern daran, welche dramatischen Szenen sich dort abgespielt haben. Die Fotos sehen Sie hier.

16.27 Uhr: Die nächste Ruhr.2010-Großveranstaltung soll den Opfern der Loveparade-Katastrophe gewidmet werden. Das kündigte ein Sprecher an. Es handelt sich um eine Aufführung der 8. Sinfonie von Gustav Mahler im Landschaftspark Duisburg am 12. September.

15.42 Uhr: Heinz Uwe Treger organisierte den Einsatz der Helfer vom Malteser Hilfsdienst im Kreis Kleve. Die Rettungskräfte hatten mit einem ruhigen Tag gerechnet, doch es kam alles anders. "Unter normalen Umständen hätten wir die Loveparade vor einem Fernseher im Bereitstellungsraum miterlebt. Doch dann geschah das Unfassbare", sagt Treger. Mehr dazu hier. 

15.16 Uhr: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ist derzeit in Duisburg. An der Unglücksstelle legte sie einen Strauß mit weißen Blumen nieder. Berichten zufolge soll Kraft geweint haben. Jetzt trifft sie sich mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, um die Lage zu besprechen.

15.11 Uhr: Mehr als 500.000 Menschen haben seit gestern Abend versucht, bei der Info-Nummer für Angehörige (Tel. 0203-94000) anzurufen. Allerdings ist die Hotline völlig überlastet. Nur etwa jeder Zehnte kam durch.

14.50 Uhr: In vielen Kirchen im Rheinland haben die Gläubigen heute die Opfer der Katastrophe in ihre Gebete eingeschlossen. "Wir sind erschüttert von der Katastrophe in Duisburg und nehmen Anteil am Schicksal derer, die ein fröhliches Fest feiern wollten und ihr Leben auf so tragische Weise verloren haben", erklärt Nikolaus Schneider, Präses der rheinischen Kirche und EKD-Ratsvorsitzender.

14.47 Uhr: Bochums früherer Polizeipräsident Thomas Wenner: "Ich zeige den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, die leitenden Beamten der Stadt und die Veranstalter an." Wenner hatte im vergangenen Jahr als amtierender Polizeipräsident die ursprünglich für Bochum geplante Loveparade abgesagt, unter anderem wegen des zu kleinen Bahnhofs der Stadt.

14.43 Uhr: Auch bei den Partyveranstaltern in der Region sorgt das Unglück für Entsetzen. Zahlreiche Veranstaltungen werden abgesagt. Hier lesen Sie mehr dazu. 

14.40 Uhr: Unter den Todesopfern ist auch ein 38-jähriger Mann aus Düsseldorf. Weil seine Angehörigen noch nicht informiert werden konnten, will die Polizei noch keine weitere Informationen bekannt geben. Mehr dazu hier. 

14.36 Uhr: Stauforscher Michael Schreckenberg von der Uni Duisburg-Essen hatte das Sicherheitskonzept vorab geprüft. Am Rande der Pressekonferenz sagte er, das Konzept sei zwar ausreichend gewesen, aber offenbar nicht korrekt umgesetzt worden. Mehr dazu hier. 

14.23 Uhr: Dieses Amateurvideo wurde wenige Minuten vor dem Ausbruch der Massenpanik im Tunnel aufgenommen. Es zeigt, wie dicht gedrängt die Menschen in dem Tunnel standen.

14.17 Uhr: OPINIO-Leser Randylgabriel war dabei, als die Massenpanik ausbrach. Für unser Leserportal hat er seine dramatischen Erlebnisse aufgeschrieben. Den Bericht lesen sie hier.  

14.01 Uhr: Die evangelische Kirche im Rheinland hat die Zahl der Notfallseelsorger vor Ort von 15 auf 30 verdoppelt. Nicht nur die Angehörigen der Opfer und unmittelbare Zeugen des Unglücks stehen unter Schock. Auch andere Loveparade-Besucher und natürlich die Rettungskräfte werden noch einige Zeit brauchen, um die Katastrophe aufzuarbeiten.

14.00 Uhr: "Dass so viele junge Menschen, die fröhlich und unbeschwert feiern wollten, ihr Leben verloren haben, erfüllt mich mit großem Schmerz", sagt der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck.

13.31 Uhr: Auch Papst Benedikt XVI. zeigt sich erschüttert über die Ereignisse in Duisburg. "Ich gedenke in meinen Gebeten der jungen Menschen, die ihr Leben verloren haben", sagte der Papst in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo in der Nähe von Rom. Ihn erfülle "tiefe Trauer". Mehr Reaktionen finden Sie hier. 

13.03 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

12.55 Uhr: Nur noch fünf Minuten, dann soll die Pressekonferenz beendet sein, wie im Vorfeld angekündigt wurde. Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Die Verantwortlichen wirken hilflos.

12.50 Uhr: Oberbürgermeister Sauerland zu den Fragen der Journalisten: "Die Beantwortung der Fragen, die wir beantwortet haben wollen, übernimmt die Staatsanwaltschaft." Er bat die Journalisten um Geduld. Die Reporter bohren nach, bekommen aber keine konkreten Antworten.

12.48 Uhr: Der Güterbahnhof liegt zwischen Bahnanlagen und der Autobahn 59. Die Zäune dienten dazu, diese Gebiete zu sichern. Außerdem waren auch Rettungswege durch Zäune freigehalten.

12.45 Uhr: Der Polizeipräsident weist die Vorwürfe zurück, die Polizei hätte keine Hilfe gewährleistet. "Die Polizei hat ihre Rolle wahrgenommen und ihr möglichstes getan", sagte er und verwies auf die staatsanwaltlichen Ermittlungen.

12.40 Uhr: Erstes Ziel des Krisenstabes war es, Menschen, die im und um das Gelände waren, sicher zu ihren Heimatorten zu bringen. "Es ist uns bis 2 Uhr gelungen, alle Personen über die vorgesehenen Entfluchtungsmöglichkeiten nach allen Seiten hin vollständig zu entfluchten", sagte Rabe.

12.36 Uhr: Polizeipräsident Schmeling erklärte ein zweites Mal das Konzept der Polizei, um den Zugang zu regeln. "Die Polizei hat den Zulauf zum Gelände den ganzen Tag geregelt." Es habe vereinzelt Sperren gegeben, um die Zahl der Menschen im Tunnel zu regeln. Zu den Geschehnissen an der Rampe: "Ich kann nicht bestätigen, dass das Gelände hinter der Zugangsrampe gesperrt wurde." Dass es einen so großen Druck auf den Zugängen gegeben hat, dass es unweigerlich zu den Unfällen gekommen ist, bestätigte er nicht.

12.31 Uhr: Alle Fragen zum Zugangsweg, über die Tatsache, dass es nur einen Zugang zum Gelände gegeben hat, wollen die Veranstalter nicht beantworten. Sie verweisen immer auf die laufenden Ermittlungen. Die Journalisten werden langsam sauer, der Ton wird rauer. "Das kann doch nicht sein, dass sie hier rumeiern", sagte einer. Auch zu den Anrufen auf die Notrufnummer konnten die Verantwortlichen nichts sagen.

12.30 Uhr: Das Veranstaltungsgelände in Duisburg ist größer als das in Dortmund. "Das ist ein Fakt", sagte Schaller auf Nachfrage auf der Pressekonferenz.  

12.27 Uhr: Die Polizei hat laut dem Polizeipräsidenten eine zweite Zugangsrampe geöffnet, um den Hauptzugang zu entlasten: "Ich kann nicht bestätigen, dass die Polizei den Zugang auf das Gelände gesperrt hat." 

12.25 Uhr: Auf die Frage nach der Verantwortung über die Sperrung, sagte Schmeling: "Die Frage was genau dazu geführt hat, dass es zu einem Stau an der Rampe gekommen ist, ist Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungen. Es ist nicht so, dass wir keine Angaben machen wollen, sondern nicht können."

12.20 Uhr: "Wir haben bisher keinen vollständigen Überblick über alle Verletzte", sagte der Polizeipräsident. Das Alter der Todesopfer liege zwischen etwas über 20 und knapp 40 Jahren. Über die Verletzten konnte er keine Angaben machen. Zu der Zahl der Teilnehmer sagte er: "Es wird in den Medien von 1,4 Millionen berichtet. Eine solche Zahl kann ich nicht bestätigen." Die einzige belastbare Zahl sei die Zuführung durch die Bundesbahn. Demnach seien zwischen 9 und 14 Uhr von der Bundesbahn 105.000 Personen zugeführt worden. "Das ist die einzige belastbare Zahl, die wir haben", sagte Schmeling. Der Platz sei zu keinen Zeitpunkt gefüllt, fügte Rabe hinzu.

12.18 Uhr: Rabe betonte noch einmal, dass der Weg zum Gelände genehmigt worden sei und mit allen Beteiligten besprochen. Die Maßnahmen wären geeignet dafür gewesen, eine Zahl von Personen aufzunehmen, die im Laufe von 24 Stunden die Loveparade besuchten.

12.16 Uhr: Zu den Fragen über die Sicherheitsbedenken, die es im Vorfeld gegeben hat, wollen sich die Verantwortlichen nicht äußern. "Mit ist bekannt, dass es zwei Strafanzeigen gibt", sagte der Polizeipräsident. Wer sie gestellt hat, ist ihm nicht bekannt. Medienberichten zufolge stammt eine von einem Feuerwehrmann, der schon lange vor der Loveparade vor dem Sicherheitskonzept gewarnt haben soll.

12.13 Uhr: Detlef von Schmeling, Duisburger Polizeipräsident, sagte: "Wir arbeiten seit gestern Abend intensiv daran, den genauen Ablauf der Ereignisse zu klären. Die Staatsanwaltschaft hat sofort ein Ermittlungsverfahren eingeleitet." Nach aktuellen Erkenntnissen sollen keine Menschen im Tunnel ums Leben gekommen sein. Die Toten waren am westlichen Teil des Zuganges zum Party-Gelände. Die Polizei hat bisher 16 Opfer identifiziert - darunter auch Menschen aus den Niederlanden, Australien, Italien und China.

12.12 Uhr: Wolfgang Rabe, Sicherheitsdezernent der Stadt Duisburg, erklärt, er habe alle seine Unterlagen den Ermittlern zur Verfügung gestellt. Mehr wollte er nicht sagen.

12.08 Uhr: Rainer Schaller, Organisator der Loveparade, liest seine Erklärung vor und bringt seine Erschütterung zum Ausdruck. "Mir ist daran gelegen, die Geschehnisse aufzuklären." Die Loveparade war immer eine friedliche Party, die nach dem Unglück gestern für immer überschattet wurde. Die Loveparade soll nicht mehr stattfinden.

12.07 Uhr: Sauerland bedankt sich bei allen Helfern, der Polizei und den Rettungsdiensten: "Der unermüdliche Einsatz aller Beteiligten und das ausgeklügelte Sicherheitskonzept haben das gewährleistet", sagte er.

12.06 Uhr: Zu der Frage nach den Verantwortlichen bittet der Bürgermeister um Geduld. "Wir haben heute morgen den Behörden freiwillig unsere Akten übergeben. Ich bitte um Verständnis, dass ich auch zum Schutze meiner Mitarbeiter nicht mehr sagen kann."

12.05 Uhr: Im Rathaus seien E-Mails von Menschen aus aller Welt eingegangen.

12.03 Uhr: Bürgermeister Sauerland bringt seine Erschütterung und sein Mitgefühl zum Ausdruck. "Die Zahl der Toten ist insgesamt auf 19 angestiegen und wir beklagen 340 Verletzte." "Dieses Unglück ist so entsetzlich, dass man es nicht fassen kann", sagt er weiter.

12 Uhr: Polizei, Veranstalter und der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Adolf Sauerland, haben den Saal betreten. Die Pressekonferenz wird in wenigen Sekunden beginnen. Offenbar hat es im Rathaus eine Razzia der Polizei gegeben. Wird es eine Stellungnahme dazu geben?

11.30 Uhr: Eine halbe Stunde vor der Pressekonferenz ist der Raum proppevoll. Die Polizei hat bis in den Vormittag Spuren an der Unglücksstelle gesichert. Jetzt beginnen die Schuldzuweisungen.

11 Uhr: Die Polizeigewerkschaft sieht die Schuld an der Katastrophe bei der Loveparade beim Veranstalter. Wolfgang Orscheschek, Kreisvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender, schreibt in einer Mitteilung, die RP ONLINE vorliegt: "19 Tote und 342 Verletzte, überwiegend Jugendliche, wurden Opfer materieller Interessen eines Veranstalters, der unter dem Deckmäntelchen der Kulturhauptstadt 2010 unter Ausnutzung planbarer Medienreaktionen so viel Druck auf Landespolitiker ausübte, dass vor dem drohenden Szenario eines irreparablen Imageschadens für die Region und die Stadt Duisburg unsere Stadtpolitiker in die Enge getrieben wurden, dass sie zum Ereignis Loveparade trotz eindringlicher Warnung aus dem Sicherheitsbereich nur Ja sagen konnten."

10.45 Uhr: Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft haben am Sonntagmorgen die Planungsunterlagen zu der Techno-Party beschlagnahmt, berichtet eine Zeitung. Danach liegt unter anderem die Anzeige eines Feuerwehrmannes vor, der genau vor dieser Gefahrenstelle gewarnt hat, an der das Unglück passiert ist.

9 Uhr: Anwohner haben Kerzen und Blumen vor der Unfallstelle niedergelegt. Nicole Abbassi, 46, die unmittelbar an der Unfallstelle wohnt, hat die Tragödie gesehen: "Das musste so enden", sagt die 46-Jährige unserer Redaktion. Anwohner wollten bereits im Vorfeld ein Verbot erwirken. "Wie konnte man nur so viele Menschen durch den Tunnel schleusen." Als die Polizei das Gelände abriegelte, bracht Panik aus, berichtet sie weiter. "Wir wollen rein! Wir wollen rein!", sollen die Menschen gerufen haben.

8.15 Uhr: Die Lage am Bahnhof in Duisburg hat sich im Laufe der Nacht entspannt. Die meisten Menschen wurden mit Shuttlebussen aus der Stadt gebracht. Viele konnten aber erst spät in der Nacht mit der Bahn die Stadt verlassen. Sie schliefen teilweise im Bahnhof auf dem Boden. Vereinzelt verbrauchten einige Besucher die Nacht in Duisburger Parks.

8 Uhr: Das Gelände am alten Güterbahnhof ist am Morgen nach der Tragödie menschenleer. Nur die Spurensicherung und Journalisten versammeln sich vor dem Tunnel, an dem gestern kurz nach 17 Uhr im Gedränge 19 Menschen ums Leben kamen und hunderte verletzt wurden. Übertragungswagen aller großer deutscher Fernseh-Sender sind vor Ort.

5.35 Uhr: Ein Leser berichtet in der Nacht über seine Erlebnisse: "Meine Maus war heute auch dabei und hat im Tunnel davor gestanden als es passierte. Sie wurde danach zurückgedrängt vom Ordnungspersonal und musste über die am Boden liegenden Leute drüber laufen. Das wird bestimmt im Kopf für immer haften bleiben." Dreieinhalb Stunden habe er am Duisburger Bahnhof gewartet, in der Hoffnung einen Shuttelbus zu bekommen. Um 23 Uhr kam seine Freundin dann in Düsseldorf an. Er ist nur einer von vielen, die um Freunde und Angehörige gestern bangten.

3.30 Uhr: Die Zahl der Toten bei der Loveparade in Duisburg hat sich nach Angaben der Polizei auf 19 erhöht. Demnach kamen im Gedränge am Zugangstunnel am Samstag 16 Menschen ums Leben. Drei weitere erlagen im Laufe des Abends und der Nacht in Krankenhäusern ihren Verletzungen.

2 Uhr: Rettungskräfte und Polizei werden die ganze Nacht weiter im Einsatz sein. Viele Besucher sind noch in der Innenstadt. Die Polizei schickt die Menschen zum Bahnhof. Es fahren Busse zu den Städten in der Umgebung - darunter Düsseldorf, Essen und Mönchengladbach.  

0.03 Uhr: Die Loveparade 2010 in Duisburg ist seit 0 Uhr auch offiziell beendet. Aber immer noch laufen Menschen Richtung Hauptbahnhof. Auf den Straßen rund um den alten Güterbahnhof sitzen viele erschöpft am Boden - meist Jugendliche, die nicht wissen, wie sie nach Hause kommen.  

Die große Party in Duisburg endet am Samstag in einer Tragödie. Der Protokoll des Unglückstages können Sie hier nachlesen.


Kondolenzbuch

Deutschland ist schockiert. 19 Tote bei der Loveparade. Die größte Party der Welt schlug um in eine tödliche Katastrophe. In unserem Kondolenzbuch können Sie den Angehörigen Ihr Beileid aussprechen.


Quelle: RPO/rm

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Aktuell bei RP Online
Fast 500 Kilometer geschwommen

Leichlingen

Fast 500 Kilometer geschwommen

132 kleine und große Sportler zeigten Leistung beim 24-Stunden-Schwimmen des Leichlinger Schwimmvereins. Es kamen 491 Kilometer im Wasser zu ... mehr 

Das Miteinander klappt nicht

Wermelskirchen

Das Miteinander klappt nicht

Die "Balkantrasse" in der Innenstadt: Fehlende Rücksichtnahme führt zu gefährlichen Situationen. Vor allem das Radeln gegen die Einbahnstraß ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Unges Pengste: Die Königsparade am Sonntag

Bei bestem Wetter zogen die Schützen bei "Unges Pengste" durch Korschenbroich. Rund 40.000 Besucherbesuchten die Paraden am ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
Meistgelesen

Borussia Mönchengladbach

Ter Stegens Alptraum

Zuerst kassierte Borussias Torhüter fünf Treffer gegen den Schweiz – dann flog er aus dem deutschen EM-Kader. Für den 20-Jährigen ist es der erste große Rückschlag seiner Karriere. VON André Schahidi und Thomas Grulke  mehr

 
 

Mitgliederversammlung bei Hertha BSC

Berliner Fans entscheiden über Einspruch

 

Tausende Rechner von "Flame" befallen

Experten finden gefährlichen Computer-Virus

 
Meistkommentiert

Mönchengladbach

15-Jähriger prügelt Frauen krankenhausreif

Diese Nachricht sorgte über Pfingsten für heftige Diskussionen in der Stadt und auch auf RP-Online: Ein 15-Jähriger, der am Samstag zwei Frauen im Gladbacher Hauptbahnhof ohne Grund und Vorwarnung krankenhausreif geprügelt hatte, wurde am Sonntag ... VON ralf jüngermann  mehr

 

Bundespräsident auf Israel-Reise

Die heikle Mission des Joachim Gauck

 
MEHR
Herrchen, Frauchen und Vierbeiner vor dem Vereinshaus an der Rheinberger Straße in Budberg. Das Trainieren von Gehorsam steht immer noch an erster Stelle. Aber diese tierische Tugend wird nicht bierernst, sondern mit viel Spaß vermittelt.

Duisburg

Wer gut hört, wird belohnt

Der Gebrauchshunde-Sportverein MV Budberg-Baerl besteht seit 60 Jahren. Weil sich in Baerl keine geeignete Platzanlage fand, zog es die Vereinsmitglieder 1962 nach Budberg an die Rheinberger Straße. VON Henni Heiderich  mehr

 

Sondersitzung zur Loveparade

Untersuchungsausschuss nicht ausgeschlossen

In einem Bericht für den Innenausschuss des Landtags erhebt die Stadt Duisburg schwere Vorwürfe gegen den Polizeieinsatz bei der Loveparade. Auch die Opposition wirft der Polizei taktische Fehler vor. CDU und FDP schließen einen ... VON T. REISENER, j. stock und g. voogt  mehr

 
 
 
 
 
Bilder aus Duisburg
Segelregatta  um das "Blaue Band"
Segelregatta um das "Blaue Band"
Segelregatta um das "Blaue Band" auf dem Rhein .. mehr 
 
Segelregatta  um das "Blaue Band"
Segelregatta um das "Blaue Band"
Segelregatta um das "Blaue Band" auf dem Rhein ..
mehr 
Ausflugtipps für Pfingsten in Duisburg
Ausflugtipps für Pfingsten in Duisburg
Tipps für Pfingstausflügen in und um Duisburg
mehr 
Duisburger Stadtansichten früher und heute
Duisburger Stadtansichten früher und heute
Fotos und Postkarten mit historischen Stadtansichten. Wenn möglich Geg ..
mehr 
125 Jahre Schallplatte: Die ersten Alben der Duisburger Promis
125 Jahre Schallplatte: Die ersten Alben der Duisburger Promis
Duisburger Prominente erzählen, welches ihre ..
mehr 
Landtagswahl 2012 in Duisburg: SPD feiert
Landtagswahl 2012 in Duisburg: SPD feiert
Landtagswahl: Großer Jubel im Lager der Duisburger SPD. Ernüchterung h ..
mehr 
Das sind die Kandidaten für den Wahlkreis 63 Duisburg IV
Das sind die Kandidaten für den Wahlkreis 63 Duisburg IV
Das sind die Kandidaten für den Wahlkreis 63 Duisburg IV
mehr 
 

RP ONLINE-Seminarreihe

So werden Sie bei Google gefunden

bornewasser.jpg

Unsere kompetenten Referenten zeigen Ihnen die Tricks der Suchmaschinen und sorgen dafür das Sie besser und schneller gefunden werden. mehr 

Familienanzeigen