Duisburg: Tatütata – Das war toll!
VON FABIAN SPIESS - zuletzt aktualisiert: 18.08.2008Duisburg (RPO). Die Feuer- und Rettungswache 7 stellte sich bei einem Tag der offenen Tür vor. Zahlreiche Gäste sahen Übungen und nahmen an Führungen teil. Und Kinder konnten sich im Löschfahrzeug fast wie ein richtiger Feuerwehrmann fühlen.
buchholz Einen interessanten Einblick in die alltägliche Arbeit der Feuerwehr erhielten Interessenten beim Tag der offenen Tür der Feuer- und Rettungswache 7 in Buchholz. Besonders beliebt bei den zahlreichen Besuchern, darunter viele Familien, waren die simulierten Einsätze im Innenhof des Geländes, die allesamt mit Blaulicht und Martinshorn durchgeführt wurden. So wurde beispielsweise demonstriert, wie ein Mensch in kurzer Zeit aus einem brennenden Zimmer in einem oberen Stockwerk gerettet wird. Um das Szenario möglichst realistisch aussehen zu lassen, quoll künstlich erzeugter Rauch aus der obersten Etage der Feuerwache. Zur „Rettung“ der festsitzenden Person kam das neueste und modernste Fahrzeug zum Einsatz, das über eine besonders schnell ausfahrbare und sehr präzise steuerbare Leiter verfügt.
Gefahr aus der Dose
Um zu demonstrieren, dass achtlos weggeworfene Spraydosen vor allem bei Müllbränden eine große Gefahr für die Einsatzkräfte darstellen können, wurde eine in einem kleinen Käfig befindliche Spraydose unter offener Flamme erhitzt. Schon nach kurzer Zeit explodierte das Metallgefäß.
14 Kilo Ausrüstung
Für den Notfall wird bei Manövern dieser Art stets ein in wenigen Sekunden aufblasbares Sprungkissen positioniert, dass selbst Sprünge aus 16 Metern Höhe abfangen kann. „Früher mussten sich 16 Mann mit einem Sprungtuch aufstellen. Das ist heute deutlich einfacher“, so ein Feuerwehrmann, der die Übung kommentierte.
Wenig später kreiste extra für den Tag der offenen Tür der erst dieses Jahr in Dienst gestellte Rettungshubschrauber „Christoph 9“, der am Unfallkrankenhaus stationiert ist, aber organisatorisch zur Wache 7 gehört, über das Gelände.
Zwischen den Übungen konnten die Besucher einen Blick in die Einsatzfahrzeuge werfen und sich von den Mitarbeitern die umfangreiche Ausrüstung erklären lassen, die dafür sorgt, dass jeder Feuerwehrmann im Einsatz etwa 14 Kilogramm „Gepäck“ zu tragen hat.
Dampfspritze von 1902
Ein besonderer Hingucker war eine historische Dampfspritze aus dem Jahr 1902, die heute bei zahlreichen Oldtimertreffen ausgestellt wird. Das von drei Dampfzylindern antriebene Gerät wiegt stolze 2300 Kilogramm und ließ die Betrachter erahnen, wie aufwändig es früher war, ein Feuer in den Griff zu kriegen.
Vor allem die Kinder nutzten die Möglichkeit, einmal in einem Feuerwehrwagen Platz zu nehmen. Andere Kinder kamen bei Zielübungen mit einem Wasserschlauch auf ihre Kosten oder konnten, an einem Seil gesichert, aus Wasserkästen einen Turm bauen.
Nützliche Tipps für den Haushalt gab es bei der Brandschutzaufklärung. Alternativ konnten die Besucher an einer Führung durch die südlichste Wache Duisburgs teilnehmen. In einer der eindrucksvollsten Demonstraionen zeigte ein Rettungstrupp den Zuschauern, wie mithilfe entsprechender Technik ein Auto komplett zerlegt werden kann, um eingeklemmte Insassen zu befreien.
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