Duisburg: Tausende protestierten gegen Nahost-Krieg
zuletzt aktualisiert: 10.01.2009 - 13:05Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Duisburg gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen protestiert. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 10.000 Demonstranten an der Kundgebung, zu der die nordrhein-westfälischen Regionalverbände der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs in Düsseldorf und Köln aufgerufen hatten.
Die Wirkung der Demonstration sei begrenzt, sagte einer der Organisatoren, Engin Karahan: «Wir wollen aber Solidarität mit den Opfern im Gazastreifen zeigen und ein Zeichen gegen die Unterdrückung und Gewalt im Gazastreifen setzen.» Die Demonstranten forderten das sofortige Ende des Krieges und eine Aufhebung der Blockaden gegen Gaza.
Hunderte Polizisten begleiteten die Demonstration, bei der es zunächst nur einen kleinen Zwischenfall gab: Demonstranten bewarfen mit Schneebällen und Taschenmessern zwei israelische Flaggen, die aus dem Fenster eines Hauses an der Demonstrationsstrecke hingen. Um eine Eskalation zu vermeiden, sorgte die Polizei nach Angaben eines Sprechers dafür, dass die Flaggen eingezogen wurden. Anschließend hatten sich die Teilnehmer zu einer etwa einstündigen Kundgebung auf dem Burgplatz versammelt. Diese wurde in türkischer Sprache abgehalten.
In der Duisburger Innenstadt ist noch bis zum Nachmittag mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
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