Duisburg: Tierische Therapie im Revierpark
VON TIM HARPERS - zuletzt aktualisiert: 11.04.2011Duisburg (RPO). Strahlender Sonnenschein und Volksfeststimmung begleiteten am Wochenende die Neueröffnung des "Natur- und tierpädagogischen Zentrums Mattlerbusch".
Bei kalten Getränken und frischem Grillgut konnten sich die älteren Gäste im Revierpark über das Angebot des Reiterhofes informieren, sich die umgebauten Gebäude ansehen, oder auch einfach bloß die Seele baumeln lassen. Die kleineren Besucher kamen vor allem beim Ponyreiten und Kinderschminken auf ihre Kosten.
Integrative Angebote
Vorgestellt wurde unter anderem das Konzept des neuen Pächters der Anlage. Der "Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Menschen Alsbachtal" legt besonderen Wert auf therapeutische und integrative Reitangebote.
"Der Umgang mit Tieren kann vielen Menschen helfen. Wir vermitteln Verantwortung und eine gewisse Unabhängigkeit", sagt Patricia Rahardja, Reitpädagogin und Leiterin der Einrichtung. "Das Angebot muss sich aber an jedermann richten, damit behinderte und gesunde Menschen gleichermaßen zu uns kommen. Denn nur so erreicht man ein gesundes Miteinander, von dem beide Seiten dann etwas haben."
Aus diesem Grund wird das Reitzentrum neben den therapeutischen und integrativen Kursen auch öffentliche Kurse anbieten. Unter anderem soll es in den Osterferien drei erlebnispädagogische Tage rund ums Pferd geben, bei denen Kinder lernen können, wie viel Verantwortung mit der Pflege eines solchen Lebewesens verbunden ist.
Das neue Konzept spiegelt sich auch in dem Ergebnis der dreimonatigen Renovierungsarbeiten wider. Der Stall des Pferdehofes ist komplett renoviert und vergrößert worden, für die Pferde wurden weitläufige Weiden im Revierpark angelegt, und im Innenbereich sollen die neuen Sozialräume für bessere Therapiebedingungen sorgen.
Pferde und auch kleinere Tiere
Sieben ausgebildete Therapiepferde und zwei private Reittiere sind momentan auf dem Reiterhof zu Hause. In Zukunft könnten allerdings noch Tiere dazukommen. "Wir haben 13 Boxen im Stall, davon sind nur neun belegt. Wir sehen zu, dass wir die anderen auch noch voll bekommen", verrät Rahardja.
Außerdem soll es nicht ausschließlich bei Pferden bleiben. Die Leitung des Tierzentrums will einige Kleintiere anschaffen, die denjenigen Therapiechancen bieten sollen, die den Kontakt mit den großen Pferden scheuen.
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