Duisburg: Tiger, Löwen, Sensationen
VON ANJA STREICHAN - zuletzt aktualisiert: 05.05.2010 - 19:08Duisburg (RPO). Der Zirkus Charles Knie feierte am Mittwochnachmittag in Duisburg Premiere. Noch bis zum 13 Mai. können Löwen, Tiger und Sensationen in der Mangege bestaunt werden.
Brasilianische Tänzerinnen, Löwen, ein Känguru, ein schottisches Hochlandrind, Seelöwen und ein rockiges Motorrad – all das kann man nicht an einer Stelle finden? Doch! Und zwar unter der Kuppel des Zirkus Charles Knie.
Am Mittwoch feierte der nach eigenen Angaben zweitgrößte Zirkus Deutschlands Premiere. Vor allem die Jüngsten bekamen dabei manchmal den Mund gar nicht mehr zu. Unter dem Motto „Eine Reise um den Globus in 150 Minuten. Die ganze Welt im Zirkusglanz“ begann das Programm schon mit viel Action. Als Zigeuner verkleidet, kamen die Artisten auf die Bühne und gaben einen ersten Eindruck ihrer Künste. Feuerschlucker, Tänzer und Luftakrobatik an Tüchern machten Lust auf mehr.
Tiere stehen im Mittelpunkt
Dass bei dieser Show die Tiere im Mittelpunkt standen, das wurde schnell klar. Besonders beeindruckend: Marek Jama mit seiner Nummer „Tierisches Allerlei aus Exotistan“. Zebras, Kamele, Lamas, Rinder und ein Känguru brachte der Dompteur in die Manege. Dass das Glück auf dem Rücken der Pferde liegt, bewiesen die Geschwister Dany und Denisa. Sie zeigten artistische Meisterleistungen auf den Rücken zweier schwerer Friesenhengste und schienen dabei beinahe schwerelos. Selbst Clown Versage brachte seinen Pudel mit – als kleinen Elefanten verkleidet.
Raubtiershow
Der Höhepunkt der Vorstellung war aber die atemberaubende Raubtiershow. Dompteur Alexander Lacey wagte sich zu zwei Tigern und drei Löwen in den Käfig – eine Darbietung, die 2003 in Monte Carlo mit dem „Silbernen Clown“ ausgezeichnet wurde. Dass diese Nummer nicht ganz ungefährlich war, das merkte jeder im Publikum. Witzig dagegen waren Mona und ihre beiden Seelöwen. Die immer gerne ein Küsschen gaben.
Nach Asien entführte Monika Sperlich, eine Meisterin im Hula-Hoop. Bis zu sechs Reifen ließ sie schlangengleich um ihren Körper kreisen. Immer dabei war die Tanzgruppe des Zirkus Charles Knie – mal als indonesische Tänzerinnen, mal als Brasilianerinnen mit Kopfschmuck aus Obst oder als rassige Spanierinnen verkleidet, entführten sie die Zuschauer auf eine Weltreise. Was wäre ein Zirkus ohne ein Flugtrapez? Die brasilianische Truppe „Flying Mendoca“ sorgten unter der Zirkuskuppel für Nervenkitzel. In ihrem Repertoire fehlt noch nicht mal der dreifach Salto Mortale. Akrobatik auf einem Motorrad zeigten die Mairen Brothers mit ihrer Handstandkunst „Modern Style“. In der Pause kann man hinter die Kulissen des Zirkus’ schauen.
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