Duisburg: Toepper-Bad: Sparen im Interesse aller Duisburger
zuletzt aktualisiert: 31.05.2008Duisburg (RPO). rheinhausen (RP) Mit Unverständnis reagiert Duisburg-Sport auf die Kritik der Rheinhauser SPD, dass beim Bau des neuen Hallenbads am Toeppersee „keine Rücksicht auf den demografischen Wandel und somit auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung in unserer Stadt“ genommen werde. Die SPD unterstelle, „die Verantwortlichen würden absichtlich und wider besseren Wissens ein Hallenbad an den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei errichten“, teile Duisburg-Sport gestern mit. Tatsächlich habe man sich bei der Planung des Hallenbads an die Vorgaben und Beschlüsse des Rates sowie des Betriebsausschusses Duisburg-Sport gehalten: „Es wurden sowohl die finanzielle Obergrenze des Neubaus in Höhe von 6,2 Mio Euro beachtet, als auch die wesentlichen Rahmendaten berücksichtigt.“
Das neue Hallenbad müsse auf die Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung ausgerichtet sein. Daher bleibe „für die sicher verständlichen Wünsche einzelner Bevölkerungsgruppen in Folge der finanziellen Deckelung leider nur wenig Spielraum“. Die SPD bemängelt, dass ältere Bürger, die gerne Warmbaden, bei dem neuen Hallenbad benachteiligte würden. Geplant ist nämlich nur ein Wasserkreislauf, so dass ein individuelles Aufheizen eines Beckens nicht möglich wird.
Die Erhaltung der gesamten Bäderlandschaft in den meisten Städten und Gemeinden hänge, so Duisburg-Sport, wesentlich von der Entwicklung der Energiekosten ab. „Wenn individuelle Wünsche aber, angesichts der bekanntlich derzeit ständig steigenden Energiekosten, für die Zukunft eine erhebliche zusätzliche Belastung der Betriebskosten erwarten lassen, dann darf Duisburg-Sport dem im Interesse aller Duisburger nicht nachgeben.“ Schließlich habe auch der Betriebsausschuss Duisburg-Sport die Planung und die weitere Vorgehensweise zum Bau des Hallenbades in seiner Sitzung am 20. Mai mehrheitlich zustimmend zur Kenntnis genommen.
„Kein sachlicher Zusammenhang“
Die SPD hatte weiterhin kritisiert, dass Mehrkosten von 77 000 Euro gescheut würden, während beim Bau des Parallelkanals in Wedau erhebliche Kostenüberschreitungen möglich gewesen seien. Laut Duisburg-Sport besteht „kein sachlicher Zusammenhang zwischen beiden Sachverhalten“. Zudem versuche die Stadt, „einen Großteil der unabwendbaren Mehrkosten für den Bau des Parallelkanals über die Beantragung und Bewilligung von zusätzlichen Fördermitteln zu finanzieren, um so den städtischen Haushalt zu entlasten“.
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