Duisburg: Tristesse wird zur grünen Oase
zuletzt aktualisiert: 28.12.2009Duisburg (RPO). Die Kinder des Kinderheims St. Josef haben nun einen richtigen Garten bekommen. Das Beste daran ist nach Meinung der kleinen Bewohner der große neue Sandkasten. Die Jugendlichen freuen sich über den Grillplatz.
Die Kinder des Kinderheims St. Josef haben eine neue kleine grüne Oase: Einen Garten auf ihrem Außengelände, wo früher nichts als eine triste Ecke Land war. Fünf seit längerer Zeit arbeitslose Einsatzkräfte haben sich dafür sechs Wochen lang ins Zeug gelegt, und zwar im Zuge des Programms "Arbeitsgelegenheiten" der Arge.
Der kleine Platz grenzt an verschiedene Wohngruppen des Kinderheims. Vor dem Umbau bestand er aus grauen Pflastersteinen, einbetonierten Sitzbänken und Tischen sowie kleinen, völlig veralteten Sandkästen. Problematisch war auch, dass er zu einer Seite offen stand. "Das ist gerade bei den kleinen Kindern schwierig. Wenn eins von ihnen draußen spielen wollte, ging das bisher nur dann, wenn auch alle anderen mitkamen", erklärt Esther Boedeker, Pädagogische Leiterin des Kinderheims. "Sonst hätten die Kleinen zu leicht verschwinden können."
Durch die Umgestaltung ist das Gelände nicht nur "ausbruchsicher" geworden, der "Grünstreifen" wird nun bald auch wirklich in sattem Grün erstrahlen. Die Pflasterflächen sind bis auf einen schmalen Fußweg verschwunden, stattdessen ist dort Rasen angelegt worden. Die großen Bäume, die vorher viel Licht geschluckt haben, sind gestutzt. Dadurch wirkt der Platz jetzt heller und freundlicher.
Das Beste ist in den Augen der kleinen Bewohner ein neuer großer Sandkasten. Aber auch die älteren Jugendlichen sind nicht zu kurz gekommen. Denn für sie ist ein neuer Grillplatz entstanden. Außerdem folgen noch Sitzbänke aus eigener Herstellung, auf denen sie entspannt sitzen und quatschen können.Die Materialkosten hatte das Kinderheim zum Teil aus dem Erlös der Kinosessel-Versteigerung im Europakino finanziert. "Die verbleibenden Kosten haben wir aus Spenden finanziert", erzählt Esther Boedeker. "Die wirklich große Hilfe war aber die personelle Unterstützung der Arge Duisburg. Ohne die wäre der Umbau niemals möglich gewesen."
"Arbeitsgelegenheiten sind ein wichtiges Mittel für die Integration in den ersten Arbeitsmarkt", erklärt Duisburgs Arge-Geschäftsführer Norbert Maul. "Langzeitarbeitslose machen dadurch praktische Erfahrungen und qualifizieren sich für weitere Bewerbungen." Auch Oberbürgermeister Adolf Sauerland war begeistert von dem Projekt: " Die Kleinen bekommen endlich einen Ort, an dem sie in Ruhe spielen können, und gleichzeitig können Arbeitskräfte durch den Ausbau des Grünstreifens qualifiziert werden."
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