Duisburg: Über 160 Tiere bei Geflügelschau
VON HENRIK VELDHOEN - zuletzt aktualisiert: 14.10.2008Duisburg (RPO). Am vergangenen Wochenende fand in der Homberger Glückauf Halle die Niederrheinische Rasse- und Ziergeflügelschau des Rassegeflügelzuchtvereins Duisburg-Homberg 1921 (RGZV) statt. Von Freitag bis Sonntag konnten alle Besucher kostenlos die über 160 ausgestellten Tiere der Vereinsmitglieder bestaunen und in allen Kategorien wurden die Züchter der besten Tiere zum Vereinsmeister, Verbands- oder Jugendmeister gekürt.
Kein billiges Hobby
„Ja, ihr seid ein paar ganz Liebe“, lobt Marianne Schimmel ihre Hähne. Als zweite Vorsitzende des Vereins ist sie Ausstellerin von dreißig Tieren, hauptsächlich Ziergeflügel. Brav hocken sie in ihren Käfigen, gackern und quaken hin und wieder. „Das ist natürlich hauptsächlich Liebhaberei und kein billiges Hobby“, verkündet sie.
Bereits am Freitag hatte der Verein die Pforten für vier Kindergärten geöffnet, die als Sondergäste die Ausstellung bewunderten. Besonders angetan waren die Kinder von dem kleinen Streichelzoo und dem Schaubrüter, einem beheizten Glaskasten, in dem von Zeit zu Zeit ein kleines Küken aus einem der Eier schlüpfte.
Am Abend wurden dann die Vereinsmeister von unabhängigen Preisrichtern ernannt. Als Gewinner in der Kategorie der Hühner mit dabei: Mariannes Ehemann und Ausstellungsleiter Heinrich Schimmel. „Die Ausstellung beinhaltet die vier Kategorien Hühner, Tauben, Enten und Ziergeflügel“, erzählt er. In den einzelnen Sparten finden sich dann exotische Namen wie „Felegyhazaer Tümmler rotgeganselt“, „Zwerg-Wyndotten gelb-schwarz-columbia“ oder „Federfüßige Zwerge gold-porzellan“.
Wie die meisten der anwesenden Züchter ist Norbert Kaschel schon seit Beginn des Ausstellungsreihe im Jahre 1961 dabei, die „sogar während der Vogelgrippe“ stattfinden durfte. Seit damals stellt der frühere Lokomotivführer seine Tiere aus und wurde schon einige Male zum Vereinsmeister ernannt. „Diese Rasse nennt sich Gaditano, sie sind aus Spanien“, erklärt Kaschel, während er auf seine Tauben deutet. „Sie werden auch als Kröpfe bezeichnet und plustern sich gerne auf.“ So verdoppeln sie beinahe ihre Körpergröße.
Als ehemaliger Preisrichter weiß Norbert Kaschel, worauf es bei den Tieren ankommt. Letztendlich werden sie dann mit verschiedenen Noten bewerten, die von vorzüglich bis ungenügend reichen.
Der Vereinsvorsitzende, Otto Kirsch, ist immer noch Preisrichter, zum Teil sogar auf internationalem Niveau. „Am Donnerstag muss ich nach Hannover, um dort auf einer riesigen Ausstellung ein paar Hühner zu benoten. Dort sind über 20.000 Tiere ausgestellt“, weiß Kirsch.
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