Duisburg: Unfälle: Hier kracht es häufig
zuletzt aktualisiert: 02.02.2010 - 12:03In Duisburg gibt es sehr viele Straßen, auf denen es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Auch die Autobahnen in und um Duisburg sind für Autofahrer nicht ungefährlich.
Die „Ursache“ eines Unfalls ist eigentlich immer der Verkehrsteilnehmer, nicht die Situation. Das ist die Theorie, die Praxis sieht anders aus. Ein Beispiel dafür sind, so der Polizeijargon, die „Unfallhäufungsstellen“. Sie tauchen praktisch Jahr für Jahr in der Statistik auf, obwohl Polizei und Unfallkommission sich immer wieder zusammensetzen, um zu schauen, ob dieser Unfallschwerpunkt nicht doch noch mehr entschärft werden kann.
Hier die Unfallschwerpunkte in Duisburg: Die Kreuzung Marientor / Steinsche Straße / Plessing- /Heerstraße. Hier kracht es überdurchschnittlich häufig, weil die Kreuzung unübersichtlich ist. Seit Jahren versuchen Polizei und Stadt, endlich schient eine Lösung in Sicht zu sein: Weil die vor 40 Jahren als Provisorium geplante Stahlbrücke abgerissen werden muss, soll ein großer Kreisverkehr für mehr Übersicht bei den Autofahrern sorgen.Der Verteiler Ruhrorter Straße ist ebenfalls ein Unfallscherpunkt, vor allem deshalb, weil sich hier nach Polizeibeachtungen viele Radfahrer unvernünftig verhalten. Verkehrswidrig, um es genau zu sagen, denn um ihren Weg abzukürzen, fahren sie schon mal „verkehrt herum“ durch den großen Verteiler.
Und wenn das dann auch noch abends und ohne Licht am Rad geschieht, ist ein Unfall schon fast programmiert.Im Bereich Duisburger Straße / Walter-Rathenau Straße (Rhein-Ruhr-Halle) in Hamborn sind’s die Linksabbieger und die in Gegenrichtung geradeaus fahrenden Schnellfahrer, die immer wieder Unfälle verursachen. Auch hier ist schon viel probiert worden, beispielsweise wurden die Ampelphasen umgestellt.Die Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Schwarzenberger Straße in Rheinhausen taucht ebenfalls regelmäßig in der Statistik auf. „Sie ist einfach zu groß“, heißt es seitens der Polizei.
Die häufigsten Unfälle passieren dort beim Abbiegen und mit Radfahrern.Die Rheinhauser Brücke scheint dagegen entschärft zu sein, nur das sich auf der linken Rheinseite anschließende „Bermuda-Dreieck“ (Margarethenstraße / Moerser Straße) ist laut Polizei immer noch nicht der Weisheit letzter Schluss.Doch Michael Hagedorn und sein Kollege, Polizeihauptkommissar Horst Fiedler (Sachbearbeiter für Unfallbekämpfung) sehen hier, „dass es eine hundertprozentige Lösung wohl nicht gibt“.Auch vor der Rampe über die A 40 (L 409) vom Marientor in Richtung Kaßlerfeld kommt es unverhältnismäßig oft zu Karambolagen wegen zu hoher Geschwindigkeit und weil Autofahrer wegen der Kurve am Ende zu spät erkennen, wenn sich an der Kreuzung ein Rückstau gebildet hat. .
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