Duisburg: Uni bei Berufungen auf Platz zwei
zuletzt aktualisiert: 05.05.2008Duisburg (RPO). Den zweiten Platz belegt die Universität Duisburg-Essen im ersten bundesweiten Ranking des Deutschen Hochschullehrerverbands zur Berufungskultur an Hochschulen, das in der Zeitschrift Forschung & Lehre veröffentlicht wurde. Damit liegt sie gleichauf mit den Elite-Universitäten Göttingen und TU München, die sich die Plätze zwei und drei mit drei bzw. acht weiteren Universitäten teilen.
Gesamtsieger des Rankings zur Berufungskultur vor Ort wurden Hochschulen, die in drei unterschiedlich gewichteten Sparten (Selbstbericht, Verhandlungsklima, Umsetzung der W-Besoldung) bewertet werden konnten. Das höchste Gewicht erhielten dabei die Antworten der Hochschulleitungen zu den lokalen Berufungsbedingungen. Positiv ins Gewicht fiel für die UDE, dass hier insgesamt zehn positive Bewertungen abgegeben werden konnten, zum Beispiel, dass ein Berufungsverfahren von der Ausschreibung bis zur Ruferteilung im Schnitt unter acht Monaten dauert und üblicherweise nicht mehr als drei Verhandlungspartner auf zentraler Seite in das Verfahren eingebunden sind. Gelobt wurde in diesem Zusammenhang auch das „sehr gute Verhandlungsklima“ . In Einzelaspekten als nachbesserungsbedürftig eingeschätzt wurde das Regelwerk zur so genannten W-Besoldung der Professoren, das im Übrigen seit Monaten in der Kritik ist. 110 der 130 befragten Hochschulen zeichnen ein uneinheitliches Bild über Dauer, Ablauf und Transparenz von Berufungsverfahren. 30 Hochschulen wurden hervorragende, 29 gute und 51 Hochschulen nachbesserungsbedürftige Rahmenbedingungen bescheinigt. Verhandlungen sollen nach Auffassung des DHV als „ein vertrauensbildender Prozess“ verstanden werden, bei dem Gespräche „auf gleicher Augenhöhe“ geführt würden.
Die Ergebnisse zum Ranking über die Berufungskultur wird das Rektorat der Universität Duisburg-Essen besonders gefreut haben: Der neue Rektor der UDE, Prof. Dr. Ulrich Radtke, hatte in seinem ersten Pressegespräch angekündigt, sich besonders darum zu bemühen, „die besten Köpfe für die Uni zu gewinnen.“
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