Duisburg: Unter neuem Schild steht eine starke Truppe
VON SONJA BROWATZKI - zuletzt aktualisiert: 31.03.2008Duisburg (RPO). Lange Zeit war die Leuchtschrift über der Wache kein passendes Aushängeschild für die Freiwillige Feuerwehr in Rumeln-Kaldenhausen. Nachdem die alte erleuchtete Tafel nicht mehr zu reparieren war, wurde viel gebastelt und probiert, erinnert sich der stellvertretende Zugführer Thomas Hüßler. Aber selbst ein noch so gutes Plakat war kein zufrieden stellender Ersatz.
So empfand es auch Wolfgang Pohl, der seit 1997 mit seiner Firma für Werbetechnik in Kaldenhausen ansässig ist. Nachdem er von dem Misstand erfuhr, wartete er nur noch auf das passende Format um einen Leuchtkasten zu spenden. In neuem Glanz erstrahlt jetzt auch bei Dunkelheit der Schriftzug „Feuerwehr“ wieder über der Wache.
44 Aktive und 12 Mitglieder der Jugendfeuerwehr freuen sich über diese Unterstützung ihrer Arbeit. Jeden Mittwoch und Freitag findet im Wechsel Pflege- und Übungsdienst statt, wo Techniken erlernt und Geräte gewartet werden. Viele der Männer sind wie André Babuschka schon mehrere Jahrzehnte dabei und genießen es „gemeinsam im Team anderen Menschen zu helfen“, so Babuschka. Zwar leide dieses Standort nicht an Mitgliedermangel, doch seien interessierte Bürger immer gern zum mitmachen eingeladen. Doch ist der Löschzug mit einer Mannschaft von maximal 56 ausgelastet, erklärt Gruppenführer Udo Dötsch. „Wir fahren die volle Bandbreite an Einsätzen“ berichten die Freiwilligen stolz. Bestandene Fortbildungen in unterschiedlichen Bereichen sind an verschiedenen Kennungen auf den persönlichen Helmen zu erkennen. Karsten Stender absolvierte aktuell vor wenigen Tagen erfolgreich den Führerschein für den Löschzug. Und obwohl die Feuerwehr eher als Männerdomäne gilt, gehen zur Zeit drei Mädchen gemeinsam mit neun Jungen in der Jugendfeuerwehr an das Erlernen der richtigen Löschtechniken heran.
Am 23. August findet auf der Rumelner Wache ein Tag der offenen Tür statt. Aufgrund des 85. Bestehens soll die vor zehn Jahren begonnene Chronik vervollständigt werden. Dazu bitten die Aktiven alle Bürger, ihre Keller und Dachkammern nach alten Fotos, Helmen und sonstigen Dokumenten oder Gegenständen zu durchforsten. Sie können abgegeben werden im Gerätehaus, Kirchfeldstraße 10.
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