Duisburg: Verbraucherzentrale steht Studenten zur Seite
zuletzt aktualisiert: 09.12.2011Duisburg (RP). Um Studenten der Universität Duisburg-Essen mit rechtlichen Fragen nicht allein zu lassen, hat der allgemeine Studenten-Ausschuss (AStA) eine Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW ins Leben gerufen. "Als Vertreter der Studenten gehörten Sozial- und Rechtsberatung schon lange zu unserem Angebot", erklärt Jan Bauer, stellvertretender Vorsitzender des AStA Duisburg-Essen.
Die Idee für die Kooperation entstand in einem Gespräch zwischen Ratsherr Stephan Krebs (Wählerbündnis Junges Duisburg) und der Leiterin der Duisburger Beratungsstelle der Verbraucherzentrale, Marina Steiner. "Student – das ist heute ein Fulltime-Job. Wir wollten ein Angebot schaffen, das die Studenten auf dem Campus zwischen den Vorlesungen wahrnehmen können", begründet Marina Steiner die Idee für das Angebot. Die ersten zwei Beratungstage hätten gezeigt, dass großer Bedarf besteht. Bisher wurden in der Beratung Themen wie die Befreiung von den Rundfunkgebühren, Vertragsabschlüsse, Versicherungsfragen und Internetkriminalität angesprochen.
"Die Angebotsflut, mit der junge Menschen heute konfrontiert werden, ist enorm. Sich bei der Menge an Optionen und Anbietern richtig zu entscheiden, wird heutzutage immer schwerer", stellt Stephan Krebs, selbst Lehramtsstudent an der Universität Duisburg-Essen, fest. Die neue Beratungsstelle der Verbraucherzentrale versteht sich deshalb nicht allein als Berater, der zur Lösung eines bestehenden Problems beiträgt, sondern möchte vorsorgend beraten, damit die Studenten sicher durch den neuen Lebensabschnitt begleitet werden. "Wenn es um Mietrecht oder komplizierte Vertragsklauseln eines Stromanbieters geht, sind auch viele Eltern restlos überfordert. Wir helfen dort, wo die Eltern nicht weiter wissen und es darauf ankommt, rechtlich in die Tiefe zu gehen", sagt Marina Steiner.
Im Landes- und Bundesvergleich ist die in den Campus integrierte Beratungsstelle der Verbraucherzentrale ein Pilotprojekt, das im kommenden Jahr voraussichtlich an weiteren Universitäten in NRW umgesetzt werden soll. Die jungen Erwachsenen können jeden Montag zwischen 10 und 14 Uhr, im Raum 019 des LF-Gebäudes eine kostenlose Rechtsberatung in Anspruch nehmen.
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