Duisburg: Verdi weiter für Klinikehe
VON SEBASTIAN PETERS - zuletzt aktualisiert: 12.04.2007Duisburg (RPO). Die Gewerkschaft macht sich nach wie vor dafür stark, dass die städtischen Kliniken in Duisburg und Krefeld künftig zusammenarbeiten. In Krefeld werden deshalb nun Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt.
Im Streit um den Verkauf der Krefelder Städtischen Kliniken schlägt die Gewerkschaft Ver.di eine Kooperation mit den Duisburger Städtischen Kliniken vor. Eine Zusammenarbeit sei angesichts der räumlichen Nähe eine logische Lösung, sagte gestern Mechthild Schratz, Geschäftsführerin von Ver.di am linken Niederrhein.
„Das Duisburger Krankenhaus macht seit Jahren Gewinne und hat eine hohe Eigenkapitalsquote“, ergänzt Harald Hüskes, Gewerkschaftssekretär in Duisburg und gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats der Städtischen Krankenhäuser. Er sieht Synergieeffekte besonders im Bereich der Neurochirurgie (Duisburgs Stärke) und der Kinderklinik (Krefelds Stärke).
Klinikum Duisburg
Zurzeit kümmern sich im Klinikum Duisburg rund 1700 Beschäftigte um rund 22 000 stationäre und 60 000 ambulante Patienten jährlich.
Mit 17 medizinischen Fachabteilungen und vier Instituten trägt das Haus in hohem Maße zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in der Region bei.
Unterschriftensammlung läuft
Dem Krefelder Oberbürgermeister Gregor Kathstede wirft die Gewerkschaft vor, eine Kooperation mit anderen Krankenhäusern nie wirklich in Betracht gezogen zu haben. „Der Bürgermeister hat zwar gesagt, dass alle Möglichkeiten von null bis 99 Prozent Verkauf in Betracht kämen.
In Wahrheit ist er jedoch nur an einem Verkauf an einen privaten Investor interessiert.“ Die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren in Krefeld läuft weiter: 1300 Stimmen seien bis gestern gesammelt worden, sagt Schratz. Allerdings starte die Sammelaktion erst am kommenden Wochenende richtig durch.
In Duisburg dagegen soll erst einmal abgewartet werden, wie der Rat der Stadt über die Zukunft des Klinikums Duisburg entscheidet. Wie bereits berichtet, läuft in Duisburg ein Bieterverfahren privater Investoren. Eine Entscheidung darüber, wer den Zuschlag bekommen soll, soll noch in diesem Monat fallen. Dann wird noch der Rat sich mit dem Thema befassen.
Zunächst war auch eine Kooperation mit dem Krefelder Klinikum in Erwägung gezogen worden. Doch die Krefelder hatten bekanntlich von einer Klinikehe mit Duisburg Abstand genommen.
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