Duisburg: Vertrauen in schweren Zeiten
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 27.12.2008Duisburg (RPO). In diesem Jahr beschäftigte die Duisburger so manches Thema, das mit Sicherheit auch im kommenden wieder für Schlagzeilen sorgen wird. So der City-Einzelhandel.
Innenstadtentwicklung – eine nicht endende Geschichte, für die allerdings in diesem Jahr weit mehr Kapitel geschrieben wurden als in manchen der zurückliegenden Jahre. Die Duisburger sehen eines seit dem 18. September Tag für Tag. Da wurde das Forum eröffnet. Seitdem brummt es in der City (wieder).
In diesem Jahr wird das Forum Thema bleiben, weil es der Auslöser für weitere Investitionen sein kann. Die Duisburger Einzelhänder waren zwar mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Doch ob genug Geld übrig geblieben ist, um in 2009 zu investieren – das ist angesichts der Wirtschaftskrise fraglich. Dazu bedarf es neben Kapital auch eines großen Vertrauens in die Wirtshaftskraft Duisburgs.
Der Projektentickler Multi Development zumindest, der das Forum baute, hat diese Zuversicht nach wie vor: In einigen Monaten sollen die Umbauarbeiten an der Galeria Duisburg beginnen. Sie wird zur Königsgalerie. Der Name ist Programm. Die Waren, die nach dem Umbau in dem Zentrum an der Kuhstraße verkauft werden, sollen vor allen bei der besser verdienenden Klientel ankommen. Das sind etwa zehn Prozent der Duisburger Kunden. Gerade in diesem Angebotssortiment kann Duisburg eine riesige Marktlücke stopfen und wirklich zu einem Oberzentrum des Niederrheins werden. Denn die Waren, die es heute in der Stadt zu kaufen gibt, die gibt es auch in fast allen Nachbarkommunen. Aber für Hochwertiges, da führt bislang eigentlich der Weg immer nur nach Düsseldorf. Wer Schicke-Micki und das Außergewöhnliche liebt, der wird auch weiterhin in die Landeshauptstadt fahren müssen. Aber zwischen stinknormal und völlig überzogen gibt es ein breites Feld. Hat die wohlbetuchte Kundschaft erst einmal den Weg in die Stadt eingeschlagen, dann soll sie auch hier länger als nur zum Einkaufen bleiben. Gelingen könnte das mit dem neuen Brendel-Restaurant.
Der Duisburger Spitzengastronom aus dem Westen der Stadt will bekanntlich in das Gebäude der alten Post einziehen, in dem bis vor zwei Jahren das Spielkasino residierte. Mal schauen, ob aus seinem Plan etwas wird, den er ja eigentlich schon in diesem Jahr umsetzen wollte. Optimistisch stimmt, dass er inzwischen immerhin ein gut sichtbares Namenssschild an seinem „Stadthaus“ angebracht hat.
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