Duisburg: Viele Vitamine am Abend
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 06.03.2008Duisburg (RPO). Prof. Michael Cesarz, Chef der Metro Group Asset Management, ist ein brillanter und witziger Redner. 180 handverlesene Gäste konnten sich davon jetzt in der Mercedes-Niederlassung selbst ein Bild machen.
„Ich muss Ihnen ja nicht viel von Wirtschaft erzählen. Das wäre ja so, als würde man den DFB-Pokal nach Duisburg bringen“, meinte Cesarz. Zweifellos war das auch eine Verbeugung vor den 180 handverlesenen Gästen. Die Volksbank hatte Geschäftspartner und Kunden eingeladen. Blickfang war der Mercedes, mit dem Bernd Schneider 2006 die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM) gewonnen hatte. Der schnittige Rennwagen sei aber nichts für Duisburgs Straßen, befand Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Der tiefergelegte und rundum verspoilerte Wagen würde wohl auf den meisten Straßen in den Schlaglöchern Duisburgs anecken.
Der Referent
Prof. Michael Cesarz wurde 1960 in Duisburg geboren und lebt in Walsum. Seit 2004 ist er Vorsitzender der Metro Group Asset Management in Düsseldorf. Er ist für die Betreuung der Immobilien der Metro-Gruppe (unter anderem Kaufhof, Metro, Real, Allkauf) zuständig. Zuvor war er Bau-Direktor der Kaufhof Warenhaus AG in Köln und davor bei Peek & Cloppenburg in Düsseldorf.
Voll des Lobes war Sauerland dagegen für das Catering. Dafür hatte Frank Schwarz höchstpersönlich gesorgt. Der Gastronom machte quasi in Meiderich Zwischenstation, nachdem er in der vergangenen Woche noch in Abu Dhabi auf der Kochmesse „Gulfood“ gewirkt hatte und sich heute schon wieder auf den Weg zur Gewerbeimmobilienmesse MIPIM an der Côte d’Azur aufmacht. „So viel Vitamine nehme ich sonst abends nie zu mir“, lobte Sauerland das kulinarische Angebot.
Auch die übrigen Gäste, unter ihnen Wolfgang Lamerz, Präsident des Hauptausschusses Duisburger Karneval (HDK), Ersoy Arik, Vorsitzender des türkischen Unternehmerverbandes, Firmenchef Frank Wittig, Galeria Kaufhof-Leiterin Johanna Groeneweg-de Kroon oder der langjährige Chef der Innenhafen-Entwicklungsgesellschaft, Dieter Steffen, erlebten einen überaus angenehmen Abend zwischen den chromblitzenden Limousinen. Nach der Begrüßung durch Hausherr Wilhelm von Helms erinnerte Volksbank-Vorstand Hermann-Josef Kanders daran, dass sein Institut mit dem Iftar-Essen im vergangenen Jahr, dem „Woman Power“-Abend, bei denen die eingeladenen Damen ihre jeweils besten Freundinnen mitbringen durften, nun erneut ein hochkarätig besetztes gesellschaftliches Ereignis ausrichten konnte.
Geistige Nahrung
Der Referent des Abends bot eine Menge geistige Nahrung für vertiefende Gespräche und Diskussionen in kleineren Runden im Anschluss an seinen Vortrag. Cesarz würzte seinen Vortrag zur „Globalisierung des Handels“ immer wieder mit kurzweiligen Bonmots und witzigen Sprüchen.
Gar nicht so schlimm
Er beleuchtete Chancen und Risiken der Globalisierung und warnte davor, in Deutschland angesichts unaufhaltsamer weltweiter Entwicklungen ins Jammern zu verfallen: „Wir glauben immer, wir hätten die schlimmsten Steuergesetze, die schlimmste Bürokratie und die schlimmsten Oberbürgermeister. So schlimm ist das aber gar nicht.“ Da wollte selbst Adolf Sauerland nicht widersprechen.
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