Duisburg: Vier Rivinius-Brüder im Kammerkonzert
zuletzt aktualisiert: 21.01.2011 - 11:11Duisburg (RPO). Ein ungewöhnliches Solisten-Ensemble präsentiert sich beim 5. Duisburger Kammerkonzert am Sonntag, 23. Januar, 19 Uhr, in der Mercatorhalle: Gleich vier Brüder der aus dem Saarland stammenden Familie Rivinius haben als Musiker Karriere gemacht.
Siegfried, der älteste, wirkte vier Jahre lang in der Nachwuchs-Elitetruppe der "Jungen Deutschen Philharmonie" und ist seit 1985 erster Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker. Sein Bruder Gustav sorgte 1990 für einiges Aufsehen in der internationalen Musikszene: Als erster deutscher Cellist überhaupt wurde er beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau mit dem 1. Preis ausgezeichnet; heute ist er als Hochschulprofessor in Saarbrücken tätig.
Der Pianist Paul Rivinius war gleichfalls mehrfach bei wichtigen Wettbewerben erfolgreich; unter anderem gewann er 1998 den zweiten Preis beim ARD-Wettbewerb in München. Er ist Mitglied mehrerer erfolgreicher Kammermusik-Formationen und lehrt an der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler". Benjamin schließlich, der jüngste im Bunde, hat sich mit der Bratsche früh ein Terrain erobert, das von seinen Brüdern noch nicht beackert wurde. Mit Erfolg: 2005 wurde er von der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern als Solobratscher engagiert.
Bei so engen musikalischen Familienbanden ergibt es sich eigentlich von selbst, dass die Vier auch als Kammermusik-Truppe unterwegs sind – diesmal mit Musik um Leben und Tod. Den Auftakt bildet ein überschäumend vitaler Geniestreich des 16-jährigen William Walton; am Ende steht mit dem Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60 eines der dunkelsten Werke Johannes Brahms', das seine unglückliche Liebe zu Clara Schumann reflektiert.
Mit besonderer Spannung wird die Uraufführung einer Novität erwartet, die der Düsseldorfer Komponist Thomas Blomenkamp im Auftrag der Duisburger Philharmoniker schrieb: "Toccata, Tombeau und Torso" entstand als Trauermusik für einen früh verstorbenen Freund.
Karten zum Kammerkonzert kosten zwischen 10 und 22 Euro.
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