Duisburg: Volle Rentierfahrt voraus
VON JUDITH KLOSE - zuletzt aktualisiert: 22.12.2008Duisburg (RPO). Pfleger Martin Albertz aus dem Duisburger Zoo ist zwar nicht der Weihnachtsmann, doch ein Rentier, das den Schlitten zieht, hat er auch. Seit ein paar Tagen trainiert er mit George zur Freude der Kinder.
Der Weihnachtsmann bringt für Groß und Klein schöne und überraschende Geschenke – zumindest in den USA. Bekannterweise wird er dabei begleitet von seinen Rentieren, allen voran Rudolph mit der roten Nase, die zusammen seinen Schlitten durch die Lüfte tragen. Die zwölf Rentiere im Duisburger Zoo sind zwar selbst nicht die Gehilfen des Weihnachtsmanns, doch eins können sie auch: einen Schlitten ziehen.
So wird auch George, das vierjährige Rentier, von seinem Pfleger Martin Albertz auf seine große Tour durch den Zoo vorbereitet. Das Geschirr, dass dem Tier angelegt wird, wurde eigens übers Internet in Lappland bestellt. Der Schlitten wurde früher für Schlittenhunderennen verwendet und hat nun ein paar Rollen unter den Kufen, denn leider liegt nie genug Schnee, um wirklich durch den Zoo gleiten zu können.
Ähnlichkeit mit einem Esel
„Die Kinder fragen allerdings auch, ob George fliegen kann“, schmunzelt Albertz, „durch diese Attraktion kommen die Kinder in einen direkten Kontakt mit den Tieren und man hat Zeit für Erklärungen.“ Viele Kinder denken bei Rentieren oft an Esel. Doch vor allem die geteilten Hufen unterscheiden die hirschartigen Tiere aus dem Norden von anderen Tieren. Dadurch haben sie eine größere Auftrittsfläche, die ähnlich wie ein Schneeschuh guten Halt bieten und eine bessere Futtersuche im Schnee ermöglichen.
Natürlich hat George keine rote Nase und der Pfleger trägt kein Weihnachtsmannkostüm. Doch Kindern macht es großen Spaß im Schlitten eine Runde zu drehen und die Tiere zu streicheln. Gerade in der Winterzeit werden die kleinen Zoobesucher somit für ihren Besuch mit einem Kunststück belohnt und lernen dabei noch allerhand.
Bis zu 45 Kilometer schnell
Dabei trainiert George erst seit ein paar Tagen. Er hört dabei sehr auf Martin Albertz, der das Tier sonst gerne auf Ausflüge und Fahrradtouren außerhalb des Zoos mitnimmt und damit die Kondition von George trainiert. „Er hat Spaß an der Bewegung und könnte dabei mit 40-45km/h richtig schnell werden“, meint er. Natürlich läuft er nur brav neben Albertz her. Witzig sind allerdings die Reaktionen von Spaziergängern, denn so oft kommt einem im Wald kein Rentier entgegen. Und wenn, dann rechnet man eigentlich nur am 24. Dezember mit ihnen. Also aufgepasst – vielleicht fliegen die Rentiere aus dem Zoo ja doch durch die Lüfte.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







