Duisburg: Vom Wald zur Kultur
VON ANJA STREICHAN - zuletzt aktualisiert: 13.05.2008Duisburg (RPO). Am Pfingstmontag fand in Duisburg zum ersten Mal das „Ruhrtal Radweg Fest“ statt. Oberbürgermeister Adolf Sauerland betonte vor allem die touristische Bedeutung des Ruhrtal Radweges.
Wer den Pfingsmontag aktiv gestalten wollte, der war gestern im Duisburger Innenhafen zu finden. Dort fand das 3. Ruhrtal Radweg Fest statt, dass den Besuchern zahlreiche Informationen rund um das Fahrrad bot. Ob nun eine Fahrradcodierung, ein Kinder-Fahrradführerschein oder internationale Imbiss- und Getränkespezialitäten, auf dem Ruhrtal Radweg Fest und dem angrenzenden Marina-Markt war für jeden Geschmack etwas zu finden. „Vom Wald im Sauerland zur Kultur im Ruhrgebiet, der Ruhrtal Radweg hat auch in Duisburg die Touristik gestärkt“, so Oberbürgermeister Sauerland bei der Eröffnung.
Entlang der Ruhr
Den Ruhrtal Radweg gib es bereits seit drei Jahren. Die etwa 230 Kilometer lange Tour führt von der Ruhrquelle in Winterberg nach Duisburg. Entlang des beschilderten Radweges finden sich kulturelle Highlights, wie das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen und die Küppersmühle in Duisburg. Weitere Informationen unter www.ruhrtalradweg.de.
Duisburg ist der Endpunkt des Radweges, der sich von Winterberg aus entlang der Ruhr erstreckt. „Ich bin schon selbst von der Ruhrquelle bis nach Duisburg geradelt. Es war wunderschön, aber auch sehr anstrengen“, berichtet Christine Kalk (69), langjähriges ADFC Mitglied. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club war auf dem Fest besonders aktiv. Neben einem Gebraucht-Fahrradmarkt bot er eine Fahrradcodierung an. „Mit dem Code, der aus der Hausnummer, dem Straßennamen und den Initialen des Besitzers besteht, kann jeder Polizist sofort feststellen, ob der Fahrer auch der Halter des Rades ist“, so Michael Kleine-Möllhoff vom ADFC.
Aber nicht nur das handelsübliche Fahrrad war auf dem Fest zu sehen. Auch Liegeräder und eine Rikscha waren unterwegs. Ein Highlight war das „Conference Bike“, mit dem gleich sieben Personen, im Kreis angeordnet, das Fest erleben konnten. Die Firma „Little John Bikes“ zeigte die neusten Fahrradtrends auf einer Fahrradmesse und bot auch eine Pannenstation für schnelle Reparaturen an.
Auf der Bühne direkt am Innenhafen sorgten von 11 bis 18 Uhr die „New Dusty Lane Jazzband“, der Duisburger Künstler Nico Gemba und die Coverband „Jeans and More“ für Stimmung.
Auch für Kinder gab es allerlei zu entdecken. Am Stand des Zoo Duisburg konnten sich die Kleinsten Tiergesichter schminken lassen und das Spielmobil „Die Schnecke“ bot viele Sport- und Mitmachaktionen an. Ilona Klein (35) aus Duisburg war besonders an der Fahrrad- und Tourismus-Messe interessiert, die über die Städte entlang des Ruhrtal Radweges informierte. „Ich würde die Strecke gerne diesen Sommer mit dem Rad bewältigen. Da lag es natürlich nahe, mich heute auf diesem Fest zu informieren“, so die passionierte Radfahrerin.
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