Duisburg: Wachstum und kein Ende
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 29.12.2007Duisburg (RPO). Der Duisburger Hafen expandiert weiter. So verlegt der Logistik-Riese Schenker seine Niederlassung von Mülheim nach Rheinhausen, weil dort einfach mehr Platz ist.
Ein Führungstrio leitet nun die Geschicke der duisport-Gruppe.
Der Duisburger Hafen wird immer größer und immer bedeutsamer. Das hängt vor allem zusammen mit einem jahrelangen ungebremsten Logistik-Boom und der verkehrsstrategisch günstigen Hinterland-Lage Duisburgs zu den ARA-Seehäfen in den Niederlanden und Belgien.
Der Erwerb der VTS-Gruppe zu Beginn des laufenden Jahres stellte eine Zäsur in der Entwicklung der Duisburger Hafen AG sowohl in unternehmerischer als auch in personeller Hinsicht dar: Mit dem Verpackungsspezialisten wurde das Geschäftsvolumen auf einen Schlag auf rund 120 Millionen Euro verdoppelt. Zudem hat sich die Mitarbeiteranzahl der duisport-Gruppe in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdreifacht. Nicht zuletzt deshalb wurde der Vorstand mit Erich Staake und Thomas Schlipköther um Markus Bangen (Jahrgang 1972) erweitert.
Filetstück
Die einst Speditionsinsel genannte, jetzt Mercatorinsel getaufte Fläche in Ruhrort galt lange Zeit als Filetstück. Hafen-Chef Erich Staake wollte sie stets für logistische Zwecke nutzen. Auch bei der geplanten Landesgartenschau sollte der Landzunge in Höhe der Schifferbörse eine entscheidende Bedeutung zukommen. Inzwischen hat auch der indische Stahlkonzern Tata Steel Interesse bekundet, dort ein Logistikzentrum zu betreiben. Aufgrund der Lage eignet sich die Inselspitze auch für Büronutzungen.
Die Duisburger Hafen AG ist die Eigentums- und Managementgesellschaft des Duisburger Hafens, des größten Binnenhafens der Welt. Die duisport-Gruppe bietet für den Hafen- und Logistikstandort ein Vollangebot in den Bereichen Infra- und Suprastruktur inklusive des Ansiedlungsmanagements.
Darüber hinaus bieten die Tochtergesellschaften logistische Dienstleistungen wie zum Beispiel den Aufbau von Transport- und Logistikketten, Schienengüterverkehr, Gebäudemanagement und Verpackungslogistik.
Prominenter Neuzugang
Ab dem 2. Januar 2008 gibt es einen weiteren prominenten Neuzugang auf dem Logport-Gelände: Die Logistik-Tocher der Bahn, die Schenker Deutschland AG, siedelt von Mülheim nach Rheinhausen. An der Europaallee in der Nähe des DIT-Terminals waren noch Flächen frei, während die Geschäftsstelle an der Geitlingstraße in Mülheim schon seit längerem an ihre Wachstumsgrenzen gestoßen war.
Sie wird nun aufgelöst. Alle 105 Mitarbeiter finden ihren neuen Arbeitsplatz zukünftig als Geschäftsstelle Duisburg im Duisburger Hafengelände. Insgesamt 10,5 Millionen Euro investiert Schenker in den neuen Standort. Auf dem fast 40.000 Quadratmeter großen Gelände im linksrheinischen Hafenareal entsteht ein Umschlags- und ein Logistikzentrum mit fast 5500 Quadratmetern Grundfläche. „Damit steht unseren Kunden ein noch besserer Zugang insbesondere zu trimodalen Logistikangeboten zur Verfügung“, erläutert Lars Koch, Geschäftsleiter von Schenker in Mülheim und zukünftig „Hausherr“ im Duisburger Logistikzentrum.
In Duisburg können Waren per Binnenschiff, Lkw oder Schiene umgeschlagen werden. Außerdem steht dort mehr Raum zur Verfügung, um Waren aller Art zu lagern, zu verpacken und zu kommissionieren. Mit der Investition in das neue Rhein/Ruhr-Logistikzentrum stellt sich Schenker auf die Zukunft weiter wachsender Containerverkehre ein.
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