Kommunikationsberater: Werbung für Duisburg ist tabu
VON THOMAS REISENER - zuletzt aktualisiert: 03.08.2010 - 21:38Duisburg (RP). Duisburg sollte sich nach der Loveparade-Tragödie auf lange Zeit von allen Versuchen, mit Werbung das Image der Stadt wieder aufzupolieren, fernhalten. Das sagte Frank Behrendt, Chef von Deutschlands führender Kommunikationsberatung Ketchum Pleon, gegenüber unserer Redaktion.
"Jede Art von Werbung kann nur als unsensibler Affront gegenüber den Opfern gewertet werden", so Behrendt. Er empfiehlt der Stadt, die "ohnehin noch nie ein strahlendes Image" hatte, stattdessen jetzt ein nachhaltiges Engagement. "Zum Beispiel die Forschung im Bereich Panikverhalten bei Großveranstaltungen zu unterstützen oder energischer Kämpfer für neue Sicherheitsbestimmungen zu werden, damit alles dafür getan wird, eine Wiederholung einer solchen Katastrophe zu verhindern", schlägt Behrendt vor.
Zur Marke "Loveparade" sagte Behrendt: "Die Marke ist am Tag des Unglücks ebenfalls gestorben." Auf die Frage, was er dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland jetzt raten würde, sagte Behrendt: "Ein Rücktritt oder eine Abwahl allein ist keine Lösung und beantwortet auch nicht die drängenden Fragen."
- Die Trauerrede von Hannelore Kraft im Wortlaut
- Die Predigt von Präses Schneider im Wortlaut
- Die Predigt von Bischof Overbeck im Wortlaut
- Nichts ist mehr wie es war - Der Tag in Duisburg
- PDF: Brief Sauerlands an seine Mitarbeiter und belastende Dokumente
- PDF: Veröffentlichte Unterlagen zur Tragödie
- Alles zur Tragödie
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







