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Duisburg: WG-Zimmer oder Dachterrasse

VON KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 04.12.2008

Duisburg (RPO). Wer als Erstsemester nach Duisburg kommt, braucht eine Bleibe. An sieben Standorten betreibt das Studentenwerk Essen-Duisburg Wohnheime in der Stadt. In Zukunft könnten die Studentenbuden knapp werden.

Poorya Hajian studiert an der Universität Duisburg-Essen. Der gebürtige Iraner ist froh, dass er zusammen mit anderen Studenten im Wohnheim an der Heinrich- Lersch-Straße untergekommen ist.   Foto: RPO
Poorya Hajian studiert an der Universität Duisburg-Essen. Der gebürtige Iraner ist froh, dass er zusammen mit anderen Studenten im Wohnheim an der Heinrich- Lersch-Straße untergekommen ist. Foto: RPO

Die Zahl der Erstsemester ist an der Uni Duisburg-Essen deutlich gestiegen. Zum Start in das neue Semester im Oktober haben sich mit 4 500 Studienanfängern rund zehn Prozent mehr junge Leute für ein Studium an der Zwei-Campus-Hochschule entschieden als noch im Vorjahr.

Wer als neuer „Ersti“ von außerhalb nach Duisburg kommt, sucht eine Bleibe. Möglichst kostengünstig sollte sie sein, denn Studenten haben schließlich ein chronisches Loch im Geldbeutel. Es gibt sie auch in Duisburg, die klassischen Studentenbuden. „Die Angebote sind unterschiedlich und hängen vom Geldbeutel ab“, sagt Katja Schüll, Geschäftsführerin des Studentenwerks.

Info

Nur für Studenten

Wohnberechtigt in den Studentenwohnheimen des Studentenwerks sind ordentlich Studierende im Erststudium, die das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Wer seinen Heimatwohnsitz in Duisburg hat, bekommt keinen Platz in einem Studentenwohnheim der Stadt. Nach Abschluss des Studiums muss der Student zum Ende des laufenden Semesters ausziehen.

15 Wohnheime

Das Werk kümmert sich mit seinen 290 Mitarbeitern um das „Soziale Umfeld“ an der Hochschule. Neben der Bewirtschaftung von insgesamt 15 Studentenwohnheimen und zwei internationalen Gästehäusern an den beiden Standorten Duisburg und Essen betreibt das Studentenwerk auch sieben Mensen sowie acht Cafeterien und organisiert die Ausbildungsförderung (BaFöG), berät Studierende in Krisensituationen und kümmert sich um die Betreuung von rund 110 Kindern, die an der Uni eingeschrieben sind.

In Duisburg gibt es an sieben Standorten Wohnheime für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Vom WG-Zimmer bis zum Dachappartement reiche das Angebot. Dabei gilt das Prinzip: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Wer sich für ein vollmöbliertes Zimmer mit Gemeinschaftsküche an der Heinrich-Lersch-Straße entscheidet, zahlt zum Beispiel 169 Euro, Ein Einzelzimmer an der Tulpenstraße kostet 202 Euro.

Die Belegungsordnung des Studentenwerks entscheidet mit, wer in welchem Wohnheim untergebracht wird. „Wir achten auf eine gute Mischung von deutschen und ausländischen Studenten“, sagt Schüll. Zurzeit liege das Verhältnis bei rund 60 Prozent ausländischen und rund 40 Prozent deutschen Bewohnern. „In diesem Jahr haben sich aber wieder mehr Deutsche um einen Platz beworben“, so die Geschäftsführerin.

Trotz steigender Erstsemesterzahlen gibt es für die Duisburger Studentenbuden derzeit noch keine langen Wartelisten. „Duisburg war immer eine Pendleruni, aber wir glauben, das sich das verändert“, sagt Schüll. Die Nachfrage nach günstigen Unterkünften werde wohl in nächster Zeit eher steigen. „Durch die verschulten Bachelor- und Masterstudiengänge mit mehr Präsenzpflicht an der Uni überlegen sich immer mehr, näher an die Hochschule zu ziehen“.

Spätestens 2012, wenn aufgrund von G8 ein doppelter Abijahrgang an die Uni strömt, könnte es eng werden. In Duisburg sind allerdings keine zusätzlichen Wohnheime geplant. Die Finanzierung ist ohnehin schwierig. „Subventionen bekommen wir für Neubauten nicht mehr“, sagt Katja Schüll.

Quelle: RP

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