Duisburg: Wieder mobil werden
VON PETER KORTE - zuletzt aktualisiert: 28.07.2008Duisburg (RPO). Als Zentrum für Gelenkoperationen hat sich in den vergangenen Jahren die Orthopädische Klinik im Evangelischen Bethesda-Johanniter-Klinikum, Standort Bethesda, entwickelt. 1500 Operationen werden im Jahr durchgeführt.
Die Orthopädische Klinik im Evangelischen Bethesda-Johanniter-Klinikum, Standort Bethesda, hat sich in den vergangenen Jahren in der Rhein-Ruhr-Region als Zentrum für Gelenkersatzoperationen (Endoprothetik) entwickelt. Chefarzt Dr. Dietmar A. Kumm und seine Kollegen bieten das gesamte Spektrum von der Fußchirurgie bis zur Wirbelsäulenchirurgie. Der 49-Jährige wurde in München geboren, studierte in Bonn und ist seit 2003 Chefarzt der Orthopädie mit 50 Betten.
1500 Operationen führen Dr. Kumm und sein Team pro Jahr im Schnitt durch. Das Team, das sind sieben Ärzte, davon fünf Fachärzte mit Spezialisierungen auf den Gebieten Fußchirurgie, arthroskopische Chirurgie (Knie, Schulter, Sprunggelenk) der Endoprothetik, Wirbelsäulenchirurgie und Kinderorthopädie. Dr. Kumm: „Unser Ziel ist, wenn möglich, die Implantation künstlicher Gelenke zu vermeiden. Deshalb setzen wir auch die gesamten Möglichkeiten der arthroskopischen Gelenkchirurgie einschließlich Knorpeltransplantationen sowie Achskorrekturen ein.“
Gesamtes Spektrum
In einer neuen Serie stellt die Rheinische Post die einzelnenen Abteilungen im Evangelischen Bethesda-Johanniter-Klinikum vor.
Die Orthopädische Klinik im Bethesda-Krankenhaus bietet das gesamte operative Spektrum der orthopädischen Chirurgie an.
Anmeldung in der orthopädischen Ambulanz, Telefon 0203 6008-1510.
E-Mail: Orthopaedie-Krhs@bethesda-johanniter.de.
Auch ambulant tätig
Auch ambulant ist das Team tätig, zum Beispiel beratend für die niedergelassenen Ärzte. Dr. Kumm: „Wir legen Wert auf eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit den niedergelassenen Kollegen, die einen unverzichtbaren Beitrag zum Erfolg der durchgeführten Maßnahmen in der Vor- und Nachbehandlung leisten.“ Gelenkspiegelungen werden sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt. Alles dient einem Ziel, wie Dr. Kumm sagt: „Der Patient soll wieder mobil werden!“ Ob Operationen an den Knien, der Hüfte, der Schulter oder am Sprunggelenk, ob Implantation eines künstlichen Gelenks – oberstes Prinzip ist, Gewebe und Knochen schonende und blutsparende Techniken anzuwenden. Die Wahrscheinlichkeit für eine Blutübertragung ist so gering, dass inzwischen fast immer auf die Eigenblutspende verzichtet werden kann.
Vom Verschleiß (Arthrose) im Knochenapparat sind am häufigsten Menschen zwischen dem 50. und 90. Lebensjahr betroffen, so dass an einen Gelenkersatz gedacht werden muss. „Das gilt aber auch für Jüngere, beispielsweise nach einem Unfall“, so Dr. Kumm. Gelenkersatz-Operationen werden solche Operationen genannt, bei denen künstliche Gelenke eingesetzt werden. So gibt es allein an die 200 verschiedenen Hüftprothesen.
Die Orthopädie im Bethesda hat eine eigene Knochentransplantationsbank, in der Spenderknochen bei Minus 80 Grad gelagert und aufbereitet werden. So können auch Knochendefekte ersetzt oder Knochen wieder aufgebaut werden (Tumore).
Patient Säugling
Doch nicht nur Erwachsene gehören zu den Patienten in der Orthopädischen Klinik. Bei Säuglingen/ Kleinkindern sind es oft Hüfterkrankungen, die behandelt werden müssen. Beispielsweise (angeborene) Fehlstellungen – ungenügende Pfannendachausreifung – im Bereich des Hüftgelenks. Sind diese Fehlstellungen, verursacht durch eine falsche Lage im Mutterleib, nicht so gravierend, hilft oft schon eine Bandage oder Spreizhose.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







