Duisburg: Wohnen mit Service
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 30.03.2007Duisburg (RPO). Das evangelische Christophoruswerk baut am Altenbrucher Damm in Buchholz Wohnungen für Senioren, die noch eigenständig wohnen, aber auf Sicherheiten nicht verzichten möchten.
Grundsteine legt man normalerweise zu Beginn eines Baus. Der Christophorus-Hof am Altenbrucher Damm in Buchholz dagegen ist bereits weit fortgeschritten. Im Sommer nächsten Jahres sollen dort die Bewohner bereits einziehen.
Auf dem ehemaligen Gelände der Arche entstehen derzeit 60 Wohnungen für Senioren, die durchaus noch eigenständig wohnen, aber auf Service nicht verzichten wollen. Dabei stützt sich das Konzept des evangelischen Christophoruswerks auf drei Säulen: Eigenverantwortung, aktive Nachbarschaft und fachliche Unterstützung. Die soll in Form einer Beratungsstelle im Haus fest installiert werden. Und dieser Ansprechpartner vor Ort soll auch die nachbarschaftlichen Kontakte stärken.
Zum künftigen Wahl-Serviceangebot sollen Notrufservice, hauswirtschaftliche Hilfen, Unterstützung bei akuten Erkrankungen und Einkaufsdienste gehören. „Wenn jemand beispielsweise die Fenster nicht mehr allein putzen kann, kann entweder der Nachbar helfen, oder wir vermitteln einen professionellen Dienst“, sagt Hartfried Toennessen, Geschäftsführer des evangelischen Christophoruswerkes.
Interessenten für die Zweizimmer-Wohnungen – von 37 bis mehr als 60 Quadratmeter – gibt es laut Christine Jansky vom Buchholzer Fenster bereits reichlich. Von diesen Wohnungen sind 17 öffentlich gefördert, der Rest ist frei finanziert. Eine frei finanzierte 55 Quadratmeter große Wohnung würde für zwei Personen 691 Euro pro Monat kosten. Darin enthalten sind die Kaltmiete, die Betriebskosten und die Beratungspauschale. Weitere Serviceleistungen müssen dann separat gezahlt werden. In den monatlichen Kosten sind allerdings die Nutzung der Gemeinschaftsräume wie der Bibliothek im Eingangsbereich und des Innenhofes eingeschlossen.
Die Vorzüge der neuen Wohnform sieht das Christophoruswerk auch in der Nähe zum Seniorenzentrum am Altenbrucher Damm. Dort können die Bewohner zu Mittag essen oder an den Aktivitäten teilnehmen. Heimleiter Frank Frischauf glaubt, dass die Wohnungen vor allem auch für Menschen geeignet sind, die alleine leben, keine Verwandten mehr haben oder deren Kinder weit entfernt leben. Denn im Christophorus-Hof muss niemand allein bleiben. Dafür soll allein schon die verbindende Bauweise sorgen.
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