Duisburg: Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter
VON SANDRA KAISER - zuletzt aktualisiert: 30.05.2008Duisburg (RPO). Die Zahl der Arbeitslosen ist in diesem Monat weiter zurückgegangen. Die Quote ist um 0,1 auf 13,0 Prozent gesunken. 31 498 Duisburger waren im Mai arbeitslos – das waren 394 Personen bzw. 1,2 Prozent weniger als im Vormonat.
Im Mai vergangenen Jahres waren noch 34 394 Menschen arbeitslos, also 2896 mehr als jetzt. „Wir sind auf einem guten Weg in Richtung einstelliger Bereich“, sagte die Leiterin der Agentur für Arbeit Duisburg, Angela Schoofs, gestern bei der Vorstellung der Zahlen. Für die Stadt Duisburg sei eine Quote von 13,0 Prozent „eine tolle Sache“, vor allem wenn man daran denke, dass sie vor einem Jahr noch bei 14,2 Prozent lag.
Wieder mehr offene Stellen
Erfreulich sei weiterhin die Entwicklung bei den Jugendlichen, so Schoofs. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai im Vergleich zum Vormonat nach langer Zeit wieder leicht gestiegen (um 0,7 Prozent bzw. 16 Personen auf 2255 Jugendliche), gegenüber dem Mai des Vorjahres ist die Jugendarbeitslosigkeit jedoch um 15,5 Prozent gesunken – in Zahlen ausgedrückt sind das 414 Jugendliche weniger als noch vor einem Jahr.
Einen deutlichen Sprung nach oben gab es im Monat Mai bei den offenen Stellen. Wurde im April noch ein leichter Rückgang verbucht, so kann die Arbeitsagentur jetzt 1038 neue Stellen vermelden – das sind 17,3 Prozent oder 153 mehr als im April. Besonders profitieren von der guten Lage am Duisburger Arbeitsmarkt die Ordnungs- und Sicherheitsberufe, aber auch die Bauberufe sowie die Techniker und technischen Sonderfachkräfte.
Sorgen bereiten der Leiterin der Arbeitsagentur weiterhin die älteren Arbeitslosen, denn auch in diesem Monat stieg die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Duisburger weiter an, und zwar um 0,3 Prozent oder 19 Menschen. Damit sind zurzeit 6503 Menschen über 50 ohne Arbeit. Bei den Duisburgern über 55 Jahre waren im Mai 2945 Arbeitslose gemeldet, also 57 bzw. 2,0 Prozent mehr als im April. „Diese Menschen haben es besonders schwer“, erklärte Angela Schoofs. Sie hätten jedoch mehr Chancen, da sich die Marktbedingungen stark verändert hätten. Wer mobil und gewillt sei, sich weiterzubilden, um den neuen Stellenanforderungen zu entsprechen, hätte gute Aussichten. „Der Markt nimmt wieder Menschen, die er vorher nicht genommen hat“, sagte Schoofs, die den Leuten ausdrücklich „Mut machen“ möchte.
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