Duisburg: Zwei Männer im Rhein ertrunken
zuletzt aktualisiert: 07.07.2009Duisburg (RPO). Obwohl Polizei, Feuerwehr und DLRG immer wieder vor dem Baden im Rhein warnen, sind am Wochenende in Duisburg zwei Männer im Rhein ertrunken. Wie die Polizei gestern mitteilte, ist ein 39-jähriger Oberhausener am Samstag gegen 20 Uhr in Friemersheim unter tragischen Umständen verunglückt. Er hatte mitbekommen, wie eine Frau versuchte, ihre Tochter aus dem Wasser zu holen. Die Frau war dabei mit dem Kind abgetrieben worden. Während ein Angler und der Verlobte die Frau und das Mädchen mit vereinten Kräften wieder aus dem Rhein ziehen konnten, ging der Oberhausener bei seinem Hilfeversuch unter. Eine groß angelegte Suchaktion der Wasserschutzpolizei und Feuerwehr mit Rettungshubschrauber blieb erfolglos. Wie die Polizei erst gestern berichtete, war bereits am Freitag gegen 11.40 Uhr ein 35-jähriger Mann ertrunken, der in Höhe des Alsumer Steigs in den Rhein gegangen war, um sich abzukühlen. Als die Strömung ihn erfasste, kam er nicht mehr zum Ufer zurück und ging kurz darauf unter. Rettungskräfte fanden ihn später einige Meter weiter leblos am Rheinufer.
Eindringliche Warnung
In diesem Zusammenhang warnt die Wasserschutzpolizei noch einmal eindringlich davor, im Rhein zu schwimmen. Sog und Wellenschlag der Berufsschifffahrt sowie die Strömung des Flusses seien sehr gefährlich. Sorgen bereiteten der Wasserschutzpolizei besonders die Eltern, die ihre Kinder unbeaufsichtigt im Rhein spielen lassen.
Gefährlich sei auch, die Schifffahrtskanäle in Freibäder zu verwandeln. Die Wasserschutzpolizei verteilte am vergangenen Wochenende Platzverweise an 200 Uneinsichtige, die sich oder andere dort in Gefahr gebracht hatten. Die Beamten schrieben insgesamt 35 Ordnungswidrigkeitsanzeigen. An den Kanälen kam es aber zu keinen Unfällen.
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