Duisburg: Zwei wunderbare Feste
VON JOSEF POGORZALEK - zuletzt aktualisiert: 03.06.2008Duisburg (RPO). Die Organisatoren des Rheinhauser Stadtfests und des Homberger Brunnenfests zeigten sich sehr zufrieden. Gewünscht wird in Homberg noch mehr Unterstützung von der Stadt, und in Rheinhausen von den Geschäften.
rheinhausen/homberg So gut gelaunt erlebt man Rheinhausens Werberingchef Karsten Vüllings selten nach einem Stadtfest. „Da hat einfach alles gestimmt. es war das bisher beste Stadtfest“, freute er sich gestern. Der Fest-Organisator registierte von der Eröffnung am Freitag bis zur Schließung am Sonntag jede Menge Publikum und allseits zufriedene Händler. „Ich habe eine E-Mail bekommen: ,Herzlichen Dank für die gigantische Party.’ Das sagt wohl alles.“ Auch Rudi Lisken, der für die Arbeitsgemeinschaft der Kaufleute (AdK) das Fest auf dem Marktplatz organisierte, zeigte sich zufrieden. „Bei der Abba-Show am Samstag tanzten alle Leute.“ Und aus dem Festzelt am Marktplatz seien die Gäste gar nicht mehr rauszukriegen gewesen. „Am Samstag um Mitternacht musste ich den Stecker ziehen“, berichtete Lisken.
„Auswärtige“ sind Notlösung
Zwei kritische Punkte hatten die Organisatoren aber doch anzumerken: So habe sich die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt in der Innenstadt komplizierter gestaltet als früher, da die zuständige Behörde im Rheinhauser Bezirksamt gewesen sei. Vor allem aber zeigten sich die Organisatoren enttäuscht vom geringen Interesse der ansässigen Geschäftsinhaber, sich zu beteiligen. „Beim ersten Stadtfest haben sich 89 Händler mit eigenen Aktionen beteiligt, mittlerweile ist diese Zahl unter 30 gefallen“, bedauerte Vüllings. Viele Händler scheuten die 125 Euro Werbekostenzuschuss, die ihnen die Organisatoren in Rechnung stellen. „Dabei kann ein Geschäft keine bessere Werbung machen als beim Stadtfest.“ Auch Lisken betonte: „Bei einem Stadtfest muss eine Stadt voll dabei sein. Die auswärtigen Händler sind nur eine Notlösung.“
Auch in Homberg herrschte gestern größtenteils Zufriedenheit: „Es war ein rundum tolles Brunnenfest“, meinte Werberingchefin Ulrike Pleß. „Wir hatten super Musik und super Stimmung. Selbst als das Wetter am Samstag nicht so toll war, sind die Leute geblieben.“
Nicht ganz optimal sei allerdings die Zusammenarbeit mit dem bezirksamt verlaufen. Von der Stadt würde sich der Werbering mehr Unterstützung wünschen. „Wir werden uns demnächst zusammensetzen und miteinander reden“, sagte Ulrike Pleß gestern.
Auch dass das Rheinhauser Stadtfest gleichzeitig gefeiert wurde, fand Pleß nicht gut: „Es hat dem Brunnenfest zwar keinen Abbruch getan, aber für die Händler war es schade.“ Und noch ein Kritikpunkt: der Stadtmarathon. „Ich habe das Brunnenfest am 19. November angemeldet, da wusste ich nicht, dass der Marathon stattfindet. Die Stadt sollte dies besser koordinieren.“ Sowohl auf den Festmeilen in Homberg als auch in Rheinhausen wurde es für die Marathonis stellenweise ziemlich eng. „Wenn dann mal etwas passiert, gibt das einen unangenehmen Beigeschmack“, findet Pleß. Die Rheinhauser Organisatoren fanden die Kombination von Fest und Marathon gut. „Das hat sich gegenseitig befruchtet“, meinten sie gestern.
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