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Eishockey: Auf eigenem Eis

VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 26.01.2007

Die Eishockey-Füchse haben immer noch ein Ziel vor Augen, nämlich das, die Saison nicht als Schlusslicht zu beenden. Heute und am Sonntag haben sie zweimal Gelegenheit, Boden gutzumachen.

Didi Hegen klappert mit der Gebetsmühle. „Wir wollen am Wochenende punkten“, sagt der Coach der Duisburger Eishockey-Füchse. Der Satz ist nicht neu. Punkten will der Coach immer. Es klapp(er)t halt nur nicht so gut. Im Januar wanderten gerade mal vier Zähler aufs Konto. So bleibt man Letzter. Genau das aber will man am Ende der Saison, die am 4. März mit dem Auswärtsspiel in Iserlohn ausklingt, dringend vermeiden. Am Wochenende kann der Fuchs gleich zweimal den Heimvorteil nutzen. Heute um 19.30 Uhr kommen die Lions aus Frankfurt als Tabellensechster in die Scania-Arena. Beim letzten Treffen in Duisburg gewann der hessische Löwe mit 6:3. Der EVD war da mitten in Krise. Am Sonntag (18.30 Uhr) sind dann die Hannover Scorpions mit ihrem Cheftrainer Hans Zach in Duisburg terminiert.

„Keine Übermannschaft“

Didi Hegen ist überzeugt: „Gegen beide Mannschaften können wir was ausrichten.“ Vor allem das Hannover-Spiel hat er im Blick: „Die Scorpions sind keine Übermannschaft. Wir können sie packen.“ Vielleicht spielt dabei eine Rolle, dass Hegen gegen sein Vorbild Hans Zach noch nie gewinnen konnte. Die Serie will er nun beim achten Treffen mit dem Vorbild brechen. Hannover steht auf Rang neun. Es waren schon bessere Teams beim Fuchs. Was die Aufgabe heute erschwert: Verteidiger Jean-Francois Fortin, der in inzwischen einigermaßen zu Form und Können gefunden hat, fällt bis auf Weiteres mit einer Leistenentzündung aus. Calle Bergström, ebenfalls Verteidiger, jedoch nicht so stark, sitzt heute eine Sperre ab. Dreimal schon kassierte er eine Zehn-Minuten-Strafe. Das zieht eine Auszeit von einem Spiel automatisch nach sich. Die Ausfälle ermöglichen es Neuzugang „Zorro“ Zavodovskiy sich als Chef-Verteidiger in Szene zu setzen. Michael Hrstka, der in Straubing als überzähliger Abwehrmann auf die Bank musste, hat eine Einsatzgarantie. Markus Schmidt rückt wohl ebenfalls hinten rein. Doch, was soll man sich lange mit der Verteidigung aufhalten. Da hat sich der EVD auf niedrigem, aber vertretbarem Niveau inzwischen eingependelt. Die Stürmer sind es, die einem Sorgen machen müssen. Tore schießt der EVD nur, wenn es so gar nicht anders geht. An Motivation mangele es dem Personal nicht, lässt der Trainer wissen. Gelegenheiten erspielt man sich auch. Um es schlicht zu sagen: Wo ein Wille ist, da ist mitnichten auch ein Weg. Vor allem vor dem Heimspiel am Sonntag treibt einem das die Runzeln auf die Stirn. Hannover spielt gern defensiv. Das verstellt zusätzlich die schlecht genutzten Wege. Was soll’s: Fünf Punkte sind bis zum Tabellendreizehnten Augsburg aufzuholen. Bei noch zehn Spieltagen macht es wenig Sinn, sich mit den Namen und Spielweisen der Gegner aufzuhalten.

Quelle: RP

 
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