Handball: Auftakt nach Maß
VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 07.09.2009Einen souveränen wie verdienten 29:23-Erfolg feierte die Handballer des OSC Rheinhausen am ersten Spieltag der Regionalliga bei der SG Schalksmühle-Halver. Wermutstropfen: Abwehrchef Jörg Schürmann verletzte sich schwer.
Nein, so richtig freuen konnte sich Achim Schürmann trotz des 29:23 (15:11)-Erfolges seiner Regionalliga-Handballer des OSC Rheinhausen bei der SG Schalksmühle-Halver nicht. Natürlich war der Trainer nach dem Schlusspfiff "super-zufrieden", wie souverän seine Mannschaft ihren Streifen in der zweiten Halbzeit herunterspielte – doch im Hinterkopf saß immer noch die Schrecksekunde in der vierten Spielminute, als sich Schürmanns Bruder und Abwehrchef Jörg an der Achillessehne verletzte, und sofort das Zeichen zur Auswechslung gab. Bereits morgen wird der Hüne untersucht, eine Prognose um welche Art Verletzung es sich handelt konnte und wollte Achim Schürmann nicht abgeben.
Nächster Rückschlag folgte
Bereits in der 14. Spielminute folgte der nächste Rückschlag: André Loschinski, Jörg Schürmanns etatmäßiger Partner im Innenblock der Defensive, sah seine zweite Zeitstrafe. "Damit waren natürlich alle Pläne die wir hatten, eine gute und defensive 6:0-Abwehr zu stellen über den Haufen geworfen", meinte Trainer Achim Schürmann.
Der Übungsleiter reagierte, nahm beim 4:6-Rückstand (15.) direkt eine Auszeit, und stellte auf eine offensive 5:1-Abwehrvariante mit Niels Fabian oder Björn Benner auf der "Spitze" um – ein Schachzug, der saß. In der Folge spielten sich die "Olympischen" angetrieben vom für Loschinski eingewechselten Lukas Esser in einen Rausch und übernahmen vollends das Kommando. Außerdem achtete Achim Schürmann darauf, allen Spielern genügend Verschnaufpausen zu gönnen, was sich im zweiten Abschnitt ebenfalls auszahlte.
Während die SGSH viel Kraft ließ, beim Versuch, den Rückstand zu verringern – was nur beim 17:20 (40.) noch einmal gelang, legten die Gäste gerade in der Schlussviertelstunde stets noch eine "Schippe" drauf. "Das war nachher der Bringer, dass wir vorher so viel rotiert haben", freute sich Achim Schürmann über seinen gelungenen Zug, vergaß aber auch nicht die vielen "holprigen Phasen" zu kritisieren.
Ein Extralob erhielten neben dem bravourös aufspielenden Esser noch der treffsichere Linksaußen Fabian Schneider sowie Torwart Jens "Siggi" Bothe, der die Angreifer der Hausherren mit seinen Reflexen an den Rande des Wahnsinns trieb.
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