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Fußball: Das leere Scheunentor nicht getroffen

zuletzt aktualisiert: 18.02.2008

Horst Steffen, der Trainer des MSV Duisburg II, hatte nach dem 0:1 (0:1) seiner Jungzebras bei der Zweiten von Alemannia Aachen mal so richtig schlechte Laune. „Wieder haben wir ein klar überlegen geführtes Spiel verloren. Der gegnerische Trainer schüttelt immer noch den Kopf und fragt sich, wie seine Mannschaft mit drei Punkten vom Platz gehen konnte“, grummelte der Coach des Fußball-Oberligisten.

Und wie hatte Aachen nun gewinnen können? Ganz einfach: Die Alemannia hatte einen Mordsdusel, dass der MSV das leere Scheunentor nicht traf. Selbst machte man in der 41. Minute einen Treffer aus spitzem Winkel. Bei dem Schuss von Abdul Özgen aus 18 Metern ließ Torhüter Sven Jürgens der Ball über die Hand springen. Gegen den MSV reichte das.

Tief im roten Bereich

Der Ausrutscher zum Start ins neue Fußball-Jahr hat Folgen. Die Meidericher verlieren im Rennen um Rang elf, der zur Teilnahme an der eingleisigen Oberliga Nordrhein berechtigt, an Boden. Ausgerechnet einem Mitkonkurrenten musste man auf nachlässige Art die Punkte überlassen. Der MSV steht tief im roten Bereich.

In Aachen war einmal mehr zu sehen, dass der MSV spielerisch durchaus zur besseren Hälfte der Klasse gehört. Doch es war auch zu erkennen, dass die Zebras zu viel Lob, dafür zu wenig Punkte einsammeln. Könnte der Coach sich jedes anerkennende Wort des gegnerischen Kollegen gutschreiben lassen, mit dem Wert Bonuskarte dürfte er sich bestimmt einen Staubsauger abholen.

Horst Steffen mal auf den Zettel gespickt: Tufan Tosunoglu umläuft den Torhüter und schießt am leeren Tor vorbei (11.). Indirekter Freistoß aus sechs Metern. Tosunoglu trifft den Torwart. Wolters verzieht beim Nachschuss (20.). Chance für Geiger (23.), für Windges (25.), für Demirel (28.), für Neuzugang Bündüz (34.). Tufan Tosounoglu trifft bei einem Freistoß die Latte (53.). Tufan Tosunoglu scheitetert am Keeper (80.). Nur von Toren findet sich nichts auf dem Notizblock des Trainers. Dass Sascha Mölders inzwischen fest zum Kader der Profis gehört, macht wenig Hoffnung, alsbald einen verlässlichen Torschützen fürs Team zu finden. Den brauchen die Zebras so sehr wie einen Torhüter, der mal einen Sieg fest hält.

MSV II: Jürgens – Wolters (75. Stegmann), Seiffert, Theißen, Gündüz, Grund, Göcke, Geiger, Windges, Demirel, Tosunoglu. Tor: Özgen (41.)

Quelle: RP

 
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