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Rollhockey: Der Angstgegner

zuletzt aktualisiert: 10.01.2009

Die RESG möchte im neuen Jahr gut aus den Startlöchern kommen. Zum Jahresauftakt muss man auswärts im Bergischen Land ran – eine Aufgabe, die schwer genug ist. Aber: Die Walsumer haben oft genug zugeschlagen. Zwei Abgänge machen die Personalfrage zum Handlungsbedarf.

Ab heute geht es für die RESG Walsum wieder um Bundesligapunkte. Um 15.30 Uhr erwartet der VfB 06/08 Remscheid den Rekordmeister zum Rückspiel der laufenden Saison. Das Hinspiel in eigener Halle hatte die RESG mit 3:1 gewonnen und auch in der vergangenen Saison hatte man in zahlreichen Begegnungen mit den Bergischen die Nase immer vorn. Sowohl im Pokalhalbfinale als auch im Play-off-Viertelfinale scheiterte das Team von Trainer Marcus Franken an den Duisburgern, die sich zu einer Art Angstgegner für den VfB entwickelt haben.

Immer harte Arbeit und keine Selbstläufer

Dabei waren die Erfolge für Walsum aber keinesfalls Selbstläufer, sondern mussten allesamt hart erarbeitet werden. Das größte Problem der mitunter sehr robust agierenden Remscheider ist die Formschwankung, denen die Mannschaft immer noch unterworfen ist. So zeigte man auch in der Hinrunde wiederum zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Dem Auftaktsieg gegen Darmstadt folgten Niederlagen gegen Cronenberg, Walsum, Düsseldorf und Herringen. Danach legte man dann wiederum aber auch eine Serie von fünf Siegen hin – darunter der bemerkenswerte Auswärtserfolg (2:1) beim Meister in Iserlohn.

Fakt ist hingegen, dass die RESG mit einem Sieg ihre Tabellenposition weiter festigen und der VfB bei einem Erfolg nicht nur die Walsum-Phobie überwinden sondern auch den Kontakt zur Spitzengruppe wieder herstellen könnte.

Damit dürfte von vorneherein feststehen, dass heute wieder einmal viel Dampf in einer weiteren Partie stecken wird, die schon fast traditionell von einer gewissen Körpersprache geprägt ist. Verzichten muss die RESG auf Kay Hövelmann, der sich ausgerechnet im Winterurlaub eine Verletzung zugezogen hat und der sich derzeit noch im Krankenhaus befindet. Das Walsumer Team stellt sich somit von alleine auf, da der ohnehin knappe Kader mittlerweile auf elf Spieler (bei erforderlichen zehn Cracks) geschrumpft ist.

Nachdem Sebastian Wozny wegen andauernder Nichtberücksichtigung bereits in der vergangenen Saison das Handtuch geworfen hatte, wechselte in der Winterpause Timo Ensink zum Ligakonkurrenten nach Düsseldorf, da er nach seinem Verletzungspech unter Trainer Freddy Grijseels ebenfalls nicht mehr zum Einsatz kam. Eine Entwicklung, die den mittel- und langfristigen Planungen des Walsumer Vorstandes entgegen steht und schon jetzt dringenden Handlungsbedarf bei der Personalplanung für die kommende Saison erkennen lässt.

Quelle: RP

 
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